Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Über zwei dogmengeschichtliche Mischnastellen
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 12)
- Language
- German
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300 U»־Uor zwei dogmongesehichthche AlisehnastcUen. Die zweit«*׳ von Kabln A k il >;1 aufgestellte Kategorie hetrim. denjenigen, \הלוח•:! עי הניבה וא:יר בל הניהלה וו .,<lcr eine Wunde bespricht und dabei sagt: ,,״Jede Krankheit, dir ich auf Mizruim gelegt habe, werde ieli auf dielt nicht legen, denn ich, Adonai, hin dein Arzt.”־5י (Kxod. lf>, 2DM, AYas mag zu dieser Aufstellung Kabln Akibas die Veranlassung gegeben haben? Wie es scheint, haben zu jener Zeit über das hei Krankheiten anxmvemlendc Verfahren die wunderlichsten Anschauungen geherrscht. Auf der einen Seite liebte man eine gewisse Scheu, sich an die Kunst des Arztes zu wenden, weil man darin gewissennassen ('inen Mangel an Gottvertrauen erblickte. Jesus Sirach bekämpft diese Sehen. aber doch in einer Weise, die ihn selber von jenem religiösen I־>edenken nicht ganz frei erscheinen lässt*). l>as Vorhandensein eines solchen religiösen Bedenkens wird auch durch einen aus dem Lehrhause Kabbi Ismaels stammenden Aussprach bezeugt, in weichem die Berechtigung zur Ausübung der ärztlichen Kunst aus der Sehritt nachgewiesen wi.nl Auf der' anderen Seite pflegte man bei Krankheiten aller Art mit Vorliebe die־ Hülle von Zauberern und ])ämonenbesehwürern in Anspruch zu nehmen. Als dm* Urheber dieser Heilmethode galt König Salomo, dem von Josephus uaehgerühmt wird, dass ihn Gott; die Kunst, gelehrt habe, Hamonen 11 In de!• 'JVsefta Saidirdrin Kill, 10 wird 11i1*se Ansicht von A1»i>a Saul i;n Kamen I\. Akibas tradirt. Die St*»!lo lautet: אבא •באד ארגז• :?שוב רב כד הבחרה אש־ ־:־״:' בבצריב דא (a. Lesart: עקיבה אף הרוחש על דינזפה ואב־ (שגאבן־ אשיב עריך דוק ק אין רו הרק לעורב הבא. Vgl. weiter S. HU2. ־) Es heisst bei ihm (Cap. 38. 1 —! i) ..Ebro den Arzt für seine Dienste mit gebührender Ehre, denn auch ihn hat der 1 lerr geschallen. Vom 1101־11־ sren kommt die Heilung und vom König empfangt er Gaben. . . . Der Herr selmf aus der Erde Heilmittel und ein verständiger Mann vor* achtet sie nicht. Ist. nieht durch Holz das AVasser versiisst wurden, damit seine Macht erkannt werde? Er selbst, hat; auch dem Menschen die Ivountniss gegeben, die "Wunder zu preisen. Durch sie heilt •er und befreit den Leib. Kind, wenn du krank hist, verxweille nicht, sondern bete zu in Herrn, und er seihst wird dich heilen.. A uch den A 1־zt ziehe zu Ratho. denn auch ihn hat der Herr erschaff on; ersollte dich, nicht verlassen, denn du bedarfst auch seiner. Es ist eine /.eit., wo auch in seinen Flanden Wohlergehen ist. Auch er betet wohl zum Herrn, dass or ihn mit Gelingen segne und mit Heilung zur Erhaltung des Lebens. Wer gegen den Schöpfer sündigt, der möge dem Arzt in die Hände fallen.“ ö) Talmud b. Baba kamma fol. 80 a; Beraeh. fol. (>0a 5תגי דבי ר׳ ישמעאל ״ רפא ירפא בכאן שגיתגה רשות ררופא לרפאו.,?Im Lohvhuuso Rabbis Lsmaols wurde gelehrt: ,,״Und heilen soll er ihn lassen“9• (Kxod. 21,19), davaus geht hervor, dass dein Arzt das Hecht verliehen ist., die Jleilkunst anzuwendone‘