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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 7 · p. Seite 298

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 7
Article
Über zwei dogmengeschichtliche Mischnastellen
Date
1898-01-01
Page
Seite 298 (sequence 10)
Language
German
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298 LVImm־ zwei dogniongeschichtliehe Müsolinastollen. Nach einer talmudischen Bestimmung muss diu von einem M’rnüer geschriebene Thorarolle verbrannt worden, wahrend es bei der von einem Heiden geschriebenen genügt, dass sie der Benutzung entzogen wird1). Dieser kämpf bewegten Zeit, in der das .1 udenehristeuthum in noeli ganz anderer Weist.־., als es dureil die trüberen Parteiungen geschehen war. den Fortbestand des Judenthums in Frage stellte, gehört auch unsere; Mischlin an, in der wir daher eine ausdrückliche Krwalmimg des Minüerlbums nur zu begreiflich fänden. Viel־ leicht־ hat in unserer Misclma auch ursprünglich ]'כי gestanden und ist erst später tu das minder kenntliche אידקררוכ um־ gewandelt worden. Hei den drei ״bisher besprochenen Kategorieen hatten wir es mit dogmatischen Differenzen von prineipieller Bedeutung zu thun. denen gegenüber sieb die Nothwendigkeit einer Abwehr wohL als ein allseitig empfundenes Bedürfnis* geltend macht(;. Demgemäss werden diese Kategorieen in unserer Miselma auch als allgemein recipirt. ohne Xemumg eines hestimmten Urhebers, angeführt. Die drei folgenden Kategorieen, von denen .die beide!] ersten auf Babbi Akiba und die letzte auf Abba Saul, der wahrscheinlich ein Schüler ilabhi Akiba’s war־), zurückgeführt werden, sind dagegen nicht sowohl von priucipieller als von symptomatischer Bedeutung, das heisst, sie beziehen sich auf gewisse Gepflogenheiten, die, aus nichtjüdischen Kreisen stammend, den Verdacht einer Ilacresie zu ('!,wecken geeignet waren. Nach der Ansicht Kabbi Akiba's hat sich des Antheils au der zukünftigen Welt auch derjenige verlustig gemacht, הקררא בסכרים היציגים der gewisse Schriften liest, die als כפרים היציגים bezeichnet werden. Dass hier unter den ..draussen stehenden Schriften” nicht, wie an manchen anderen talnmdischen Stellen, die apokryphischeu, nicht, in den Kanon aufgenommenen .Schriften gemeint sein können,, scheint mir in Anbetracht dm* ganzen Tendenz unserer Miselma unzweifelhaft zu sein*). G Talmud 1>, Gittin fol. 40 l>. '־) Vgl. J. Lüvy, Feber einige Fragmente aus der Misclma des Abba JniuI (Beilage züm Bericht über die Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums) Berlin 1876, S 20. G Im Fahrigen scheint man auch noch in späterer Zeit unter כפרים חיצונים nicht in erster Kcihe die apokrvphischeit Schriften, sondern Schriften anderer Art verstanden zu haben. So heisst os an einer Stelle (Pesikta rabbati III, cd. Friedmann;: איד ברכיה הכהן אנו קורי; מםבלרות בסבזך ואי; כר\ב אראכדצמרות בזד. מ •:;בזרות הכהונה;••בריב וארבע :ך כ פ-י הורד. כ'יד הם וכר מי עקורא בכפי הוץ מנ״ד כאיי ״ קורא ב כ פר י ב חיצונים רצאבז-ה התורה יוהר מהבד. בג♦ הוהדB. Berechja, der

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