Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Über zwei dogmengeschichtliche Mischnastellen
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2829132-2829713-2829721-2881327--28663-2881349- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
U 1)(!י י)* . zw i m dogmongcscducbtlicho .Ui.sclmasfolleii. 2ur> An zweiter Stulle ־wird in der Mischim des Antbeils;111 her zukünftigen Welt verlustig erklärt derjenige, dur da beluuipteU ״ אין רזיה סן היטגזיםdass die Thora nieht von («ott sei.-• Sollte eine so grumlstürzmide, di(‘ Autorität der Hibel selbst au tastende Anschauung' innerhalb des damaligen Judmitlnnns eLue so weit(1 Verbreitung’ gefunden haben, dass sie zu einer ■solchen Stellungnahme Veranlassung gab? Das möchte ich nicht für wahrscheinlich halten. Ich glaube vielmehr, dass wir die Vertreter dieser Anschauung in den Kreisen derer zu ,suchen haben, die sich entweder vom Judmithum bereits mehr oder minder losgelöst hatten, oder die überhaupt gar nicht aus dem Judentlium hervorgegangmi waren, aber wegen ihres sich auch auf das .Judentlium erstreckenden Hinlliisses zu einer Abwehr lierausibrderfen. Und in der Tliat fehlt es nicht an Anhaltspunkten dafür, dass den* Glaube an die < «üttlichkeit den’ Hibel damals mannigfachen Anfechtungen unterlag. Auf der einen Seite war es dm־ nach der Zerstörung des Tempels immer mehl* und mehr hervortrefeiide Antiiiomisniiiw innerhalb des (׳liristeiil.hmiis 1) und auf der anderen Sehe der ( i linHliciHiull* ill Heiner *p/ifei'en judenfehldlielieii (lestnlf, aus deren Milte die Angrille gegen die Auiorilät der 1 >ibd gerichtet wurden. So begnügt sieh scholl der am Anfang des zweiten Jahrhunderts lebende Verfasser des ]>ar1u1 basbriefes nicht damit, gleich dem Apostel Paulus zu lehren, dass der alte Ibuid ausser Kraft gesetzt, das mosaische *Gesetz aufgehoben sei; er behauptet vielmehr, der alte Kund habe überhaupt nie Giltigke.it gehabt, das Judentlium mit seinen •Satzungen und Ceivmonieen sei gar nicht auf göttliche Au- Ordnung gegründet ־). Ebenso ersehen wir aus Ircnacus, ״Ein anderer lehrt: ,.״Dean das Wort Gottes verachtet er1״ das ist derjenige, der da sagt: die ganze Thora ist von Gott, mir diesen einen Vors hat nicht der Heilige, gelobt sei er, sondern Mose aus sieh selbst gesagt, auch dann gilt von ihm der Satz: ״,,das Wort Gottes verachtet er*'*‘. Ja ׳wenn er selbst sagt: die ganze Thora ist von Gott., nur nicht diese Ableitung, dieser Schluss vom Leichteren auf das Sehwororo oder dieser Analogieschluss, auch dann gilt von ihm der Satz: ״״das Wort Guottos verachtet er״“, im Sifru zum Kam. 15,31 wird allerdings diese Haraitha ohne den Schlusspassus angeführt. *) Vgl. Joel, Blicko in die Keligionsgeselnchtc zu Anfang des zweiten ehristl, Jahrhunderts (Breslau 1880}, 1, S. 30. ־) ßardenhewer, Patrologie, S. 34. Vgl. z. B. ־über die Opfer IL 0 (ed. Gebhard et Harnact Lipsiae 1878). pag. 8. ד0*דa 03v ־/axr4!i7v£v. iva 0 x.t.'A; v6|j.oc xcü zupioo y-o לכס ’ l^croo Xpixxoo, av?o ''סג׳ץכי a vayxr,; 0>v, \xrif a v ft p 0 n $ 1ל סד ןזו ־£/Yi XV TcpG'yOpav. ibid. '11,9 pag. 10. aUbdvsabxtoc^wojasv, לדלס; acrdv£T0g xrv yvco^v tt,; 0170&0>׳״ ססד;)־דלכ־בxrpe; r4aw2 ־n t;»mv?iysi, v£ko>v