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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 7 · p. Seite 291

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 7
Article
Über zwei dogmengeschichtliche Mischnastellen
Date
1898-01-01
Page
Seite 291 (sequence 3)
Language
German
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lel>er zwei äogmengeschichtliche Mischiiastelleu, 2F1 Wunde bespricht und < 1; 11 ><1 i den Schi'iftvers 1־itirt: ,,.,.Jede Krankheit, <li<v ich auf .Mi/rnjim gelegt habe, werde ich auf dich nicht legen, denn ich, Adonai, hin drin Arzt■•1“. (Kxod. lf>, 2()). Abba Saul sagt: auch derjenige, der den («ottesnamrn (das Tctragraium) nach seinen Buchstaben ausspricht•).“ Sogleich aut den ersten ]»lick drangt sich uns die auch schon von Isaak Ahravanel in seiner dem Dogmenproblem gewidnieten Schrift erwogene Frage auf־), waniin die Alisclma, anstatt die positiven Bedingungen für die Theilnahmc an der zukünftigen Welt anzugeben, d. h. diejenigen Brundlehren des .1 udeuthumes zu bezeichnen, durch deren Bekenntnis« der Israelit, sich dieser זז«’•*״liehen 0 nadenerweisung würdig mache, nach dem einleitenden, in seiner Autrnticitat übrigens nicht unangefochten geblichenem Satze‘׳H), eine‘ Anzald von negativen Kategorien anfstcllt, die den Ausschluss von den* Theilnahmc an der zukünftigen Welt zur Folge haben sollen. Ich glaube schon in dieser negativen Fassung unserer Misehna ein Zeugnis« datür erblicken zu dürfen, dass es sieh hier nicht, sowohl um die ] h'ft'iedigung eines־ theoretischen, als um die eines praktischen Bedürfnisses handelt, nicht um die. Lösung eines theologischen Problems, sondern um die Abwehr gewisser Zeiterscheinungen, die! damals eint‘ solche Bedeutung gewonnen hatten, dass die mnassgebeudeu Vertreter _ des ,ludenthums nicht umhin konnten, ihnen gegenüber Stellung* zu mdnmm. Aus einem rein theoretischen Bedürfnis« wird sich die Fixirung von (.Tlauhciisimniieii ja auch sonst kaum irgendwo al)lcitcu lassen. Solange die religiösen Vorstellungen, die in einer Gemeinschaft ld)CJ1. von keiner Seite einer Anfechtung unterliegen. ,wird sich das Bedürfnis« nach eine!’ dogmatischen Fixirung dieser aus der Tiefe der Volksseele entsprungenen und darum als seih«gewiss hingenmmnenon Vorstellungen wohl schwerlich geltend maelien. Frst mit dem Augenblick, wo diese Vorstellungen einem principiellen Widerspruch begegnen, wird sieb als Kcaefion gegen diesen Widerspruch der Trieb zur Dogmcnbildung einstclien, wird man dazu schreiten, den bisherigen Glaubensbestand einer kritischen Prüfung zu unterziehen und ihn durch die Ausprägung bc- עורב הבא ש־גאמ׳ ועמך ברים צדקיב רעוים יריצו איץ גצי מצעי ף* [An בי ייצ־יאי יש רהב מעיצה ידי דההשאר וארו יצאי; לריב חיק יעויב הבא האומר אין רדי׳ייה המר״יב מ; ההורה ואי; הורה מ; השמיש ואשיקורוס. י״ע אומר אף הקו־יא בסש־־יב דהיצוניב וה־והש עד ד,מ:ד. ו>;ומר בי המחיה אי״ד 'צמתי במצדיש יא א יציב עריך בי אגי ד׳ רושאך. אכא שאור אומי• אף ד. הו;ד. את ה יצב באותיותיו. ראש אמנה ף (ed Altona 17ü0). 8. H4 a.;י) Vgl. Liptnann Hellor's Alisclmakommentar zur Stelle. 19♦'

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