Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 8)
- Language
- German
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א24 |)io lu'li^i1>1iNplul0M1jk|1io Abraham Ihn INra's. ״o.K *gt. ward('. Noch bei (׳ieoro heisst astrologia. wie irtzzo- ), rs'fa lM*i X 1311 ס p 11 o n. Mcuior. IV, 7, 4, Sternkunde, ganz wie «77covop.r-a bei I} lato im LJastniahl lKKh. Auch das entsprechende Adjektiv a7700׳A0y0£ bei Xenoph. Mein. IV, 2. 10 heisst ein Stern kundig« •r : j < •tl< x״ U lau (,Le. heisst astrologus schon sowohl ein Sternkundiger wie ein Sterndeuter. Später wurden Astronomie und Astrologie beliarrlielt auseinandergchalteii und wurde mit letzte rem Worte stets die Ster udcu tu ug bezeichnet. Noch ein anderer griechischer Ausdruck ist hier zu merken. Yen a :7׳ סל; j.a (Wirkung, dann auch) Konstellation und deren KinHuss hei IMutarch, Ixoin. 12, wurde gebildet v) a07־sAs7׳;j.a7i•/.־/, (sc. ~i/yr) in der Bedeutung von (eig.: wirksame. Kunst. <1. 11.) Prophezeiung aus den Konstellationen der וi«*stinte und 0L zr:07c:A<:orjAa7׳/zoh die Astrologen, welche die Nativitat stellen. Dem entsprich! der ne u 1 a tc i 11 [s c h e Ausdruck (ars) judieiaria, der in die nnnaii, Sprachen übergogangen ist und z. I>. im i’ranzos. Ausdrucke astrologic judiciairo. vielfach missverstanden. Wiederkehr».. Nichts Anderes besagt sodann der hei IK iihlichc Name טפ ט י הביזלרה":: und, wie IM sich durch den Namen zu glauben verleiten lässt, das Wort נרצכט in dom Ornatstücke דיינץ ״פט, dem Rrustsehilde der Kntscheidung, des i lohonpricsters. Nach IK selbst zu o Mos. IS, 10—12 ist die* .1 Befragung der Gestirne nach zukünftigen Dingen Sünde und im Widerspmch zu der Hingebung• des . Herzens an (lott, die dem Menschen geziemt. Doch fügt er die Worte הרץ טדי״טם dasedbst hinzu und scheint sogar zu wollen, dass der Mensch auf sein Ui’thoil allein hinsichtlich des Zukünftigen nicht bauen solle, vielmehr mit dem Vorbehalte des möglichen Irrthums und der entscheidenden Allmacht Gottes die Sterne deuten dürfe. Ks wäre sonst, ein unmöglicher Widerspruch zwischen der Lehre und dem Leben IFfs. Die Astrologie■ hat wohl ihren Ursprung im Stcrmlienste der ältesten heidnischen Völker, der Aegyptcr, Inder und insbesondere der Babylonier. deren spater herrschendes Volk, die Chaldäer, noch zur Zeit der Wim. Kaiser, Inhaber und Vertreter der Stern den tung waren. Wie es scheint, entwickelte sich die Sterndeutung aus einfachen Formen, die auf einfacher Beobachtung des Himmels beruhten, zu mannigfach verbundenen und verschlungenen Gesichtspunkten, die zu einem gelehrten Apparat an wuchsen