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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 5 · p. Seite 203

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 5
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1898-01-01
Page
Seite 203 (sequence 4)
Language
German
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Die Reiigionsphilosophio Abraham Dm Esnüs. 203 um* an der Kimm Stelle: ביבם!r: גם אה דיע־לב (Kuh. :5, 11) so.zu verstehen, was nhcr auch nicht sicher ist (s. IK z. St.) Man begnügte sich also in der altem Zeit, auch nachdem die Vorstellung einer Wrltcinheit längst 11 נו Volke verbreitet war, mit der Heze.iehiiimg ..Himmel u Knie*‘ 1וארץ cv:r) für das Weltganze, Zwar war der Doppehuisdruck minder bequem als ein einfacher, entsprach aher dafür dem fortbcstehenden 1!ewiistssciii eines (Gegensatzes, der sieh Allen ohne Ausnahme fühlbar machte, wiewohl er von den Denkenden anders und tiefer aufgefasst wurde. So linden wir in «Um Thal diesen Gegensatz auch in anderen Kreisen u. Zanten stetig fostgehalten, und dem spekulativen Denken ergieht sieh daraus nur die Aufgabt‘, die Kl litt zu Überbrückern Kim‘ diesseitige und eine jenseitige Welt. £VT50b5־c und 7a £*/.s? oder ähnliche Ausdrücke) unterscheiden Plato und Aristoteles in verschiedenem Sinn«*. Kei Plato bezeichnet cs die ideale und die sinnliche Welt, bei .Aristoteles die beständige ätherische .Sphären- und die wechselnde sulilunarische Elemcntanvclt. I»ei!*lotin steht dm* /Z7׳aor 707(70<:, di(.1 intelligible Welt der Ideen als Inbegriff des 700יל gegenüber der Welt der Erscheinungen. Der jüdische Xeuplatoniker Ihn Gebirol erweitert die Gliethaamg dadurch, dass er die (Gottheit und die intelligibeln Substanzen auseinanderhält, und so (‘!,geben sich ihm drei Welten (Lebrnsquelle II 11; V 73). (‘ine Welt der Gottheit (י<לם האלההה), eine intelligible AYre 11 (יע\לב היבבל auch ,,künftig(‘ Welt■העורב הבא ‘״ in Tikk. midd. ha-Xefcsch, S. 2, 1*d. Lyck, genannt) und eine Welt der Natur (עיים הטבע)• Abraham Ihn Esra bidet in seinen verschiedenen Schriften von einander abweichende Theile <h׳r Welt1). 1) Zu Ps. 148 Anfang nimmt IE zwei Welten au, Di(*׳ oberste Welt (ריע־״לב העליח) enthält, die Kugel, Sphären, (Gestirne, die Feuer- und die Wolkcnsphäre: die Niederwelt. (העולם היבפל) die Sphären d<*r übrigen Elemente, di(* Luit, das Wasser, die Erde und deren Zubehör. IK verfährt hier vermittelnd als Exeget und sucht den Psalm, nicht, ohne (Geschicklichkeit, den herrschenden Lehren der damaligen Physik möglichst anzupassen, ohne■ jedoch den Zwang zu übertreiben, wodurch *) Die. drei Welte״, welche Saadia nach IK (im kürz. Conan, zu 2. Mos. 20, 7, .S. SO, Z, 22 und im Kxcnrs des ga.ngb. Coinm. zu 2. Mos. 2(5, 1) angenommen hat, gt*hi3ren nicht hierher, Saadia stellt einander gegenüber die eigentliche Welt, das heiligo Zelt, und den Meimchen als .Mikrokosmus,

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