Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 3)
- Language
- German
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202 Die KuligioiLspililosoiihie Abraham Ihn Esra\s. Mittelpunkt der Welt (nach damaliger u. antiker Vorstellung) den Himmel ebenso über wie unter sieh, d. 11. auf allen Seiten 1). 7) Dreierlei Richtung liat die räumliche ]»eweguug im Wcltganzcn, Das Feuer z. P>. ninimr die Richtung 11ac 11 oben. die Knie na(* 11 unten, die J limmelssphilre hat eine kreisförmige, in der Mitte zwischen den zwei genannten gehonde 1 \e w (' g 1 1 n g'). S) Da ID ebenso wie Ihn Gebirol (oben nach L III 0 44 11. Tikk. niidd. ha-Xef. S. 3, cd. Lyek; u. Juda. ha-Lewi im Kus. IV 2b p. 3401 Cassel) den )1 (1nsclie ע als M ikmkosuuis auffasst, so ist es nur natürlich, dass er aueli di(' Welt als Makro kosmus!Makranthropos! oder jjiya; av!j*p<o:;oc: ארם גדיל (in beiden ( Vnnmentaren zu 1. (Mos. 1, 2b) bezeichnet und hiermit den pantheistiseh geiürhren Gedanken (ob. S. 60) verbindet, dass כד־אר ארם auf dem (lotlesthrone bei Kzechicl ( Kzech. 1, 26) auf das Weltganze hinweist, dem alles Sein unausgesetzt aus Gottes Kraft zustromt, so dass Gott Dildner des Weltalls, ja gewissermassen das Universum selbst ist (LH a. a. <)):ף. Auch mit Metatron, dem Engel in der unmittelbaren Nähe Gottes (סיר ניםםרץ יטר הפגים bah. ]»**rach 10a) erklärt IK die Welt, als Mensch im Grossen aufgciässt, gleich (des. mor. XU g\ E.. S 43a, cd. Stern), jedoch, wie es scheint, nicht die Welt selbst, sondern den Weltpreist (צבל* vouc bei Um Gebirol u. Plotin), der unmittelbar aus Gott sein Dasein empfängt (im Exkurs des gangb. Comnu zu 2. Mos. '33, 23 heisst es: יחגקירה הקריבה אל הס־על *צר הפגים ייבם הבה, יהגקירה ריאה׳—. היף הבה; vgl. I b1נ Gebirol, Lcbensqu. V 36) 1). 2. Die Theile der Welt. Alter als die Erfassung der Welt als Ganzes ist die «;,an/ volkstliündiehe Unterscheidung zwischen Uimniel u. Kr de, an die dann alles Andere als Zubehör sieh anschloss. Das biblische Hebräisch hat noch kein Wort für Welt: denn עילם in dieser Bedeutung ist neuhebräisch und ist höchstens ,I Krgiu. Comiu. ׳/.w 1, (Mos. 1, 1, S. 23. 04. Friedländcr, Z. 11 ff. ’*) Zu .ברו ר־ובב בעיבור I*s. 88. ö bemerkt er, cs heisse so viel wie כדו ר,דש «er ריוכב בשמי u. führt dann fort: ובעבור כ' הדגועור. ש־ש, האדר, עודד כמו האתי ובגגד־ו הד־, ודדצגיר. יורדת כמו הא-ץ ודת כ;גד השפ־ה. ודע־בה אמעעית כתגוער. הניגר, י׳) Worsclbo tiedanke in unverfänglicher Form erscheint auch bei 3eh.ha-l.ewi in Kus. IV 3, S. 3211 Cassoi. *) Vgl. über 001 4 תר העורב, Blicke in die Uoiigionsgesch. I, Breslau 1880, S, 12 4, 128.