Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 7)
- Language
- German
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168 Die iulioni.seho Luteratur der Judei.. Studium und Vergleichung mit nichfchebräischen Quellen ich anderen überlasse; ich hebe nur ein erst kürzlich bekannt gewordenen Beispiel wegen der damit verknüpften kritischen Frage hervor. IIr. D1\ Gaster erwies mir im J. 1896 di(*, Ehre einer Widmung des ״ חר־בא רס׳טהTin; sword of Kloses eine zweifache ehaldäisch-hebräisohe anordnungslose Zu״ sammenstellung von Xamen zum Zweck magischer Wirkungen, bei deren erstem Anblick man eine humoristische Mystirieation vermuthon möchte; leider scheint das Machwerk bedauerlicher Ernst; allein einen Zusammenhang mit guostischen ►Systemen zu beweisen bemüht sich der Her. vergeblich, und vieles Anden4 in seiner Einleitung ist als erwiesen hingestellt, wahrend die Beweiskraft fehlt. Hier mögen nur zwei Punkte beleuchtet werden. Das .,Schwert” soll den ersten f> Jahrh. angehören, mit welchen die alte Magic abschliosse (p. 26); allein jüdische Wiederhalle übertreifeu Münchhausens Trompetentöne. sie lasset! sich nach längeren Zwischenräumen vernehmen. In ähnlicher Weise wollte man kürzlich dein ״Buch Elia“ aus dem ״historischen Hintergründe“ ein hohes Alter vindieiren; unsere neueste Kritik leidet an zl/£cr$seh\väche. Zum Ueberfluss folge für das ״Schwert־־ eine bedeutend jünger*4 christliche Parallele aus A. L. Forthingham jr. (Stephen ben Sudeili 1886 p. 103): ״(Mind) reeeives a mystic sword, with which to exterminate demons“ {der Geist erhält ein mystisches Schwert, die Dämonen zu vertilgen). Die Namenmagi(‘, kann, wie jedes unverständliche Elcment, von einer spekulativen Mystik absorbirt werden, aber auch unabhängig fortexistiren. Es wäre noch zu untersuchen, ob sie den Unterschied der heiligen (nicht zu radirenden) und profanen Goucsnamen hervorgerufen oder beeinflusst habe. Die Inschrift . . . *rc auf der Mesusa und die Schutzzettel im Zimmer der Wöchnerin haben Nichts mit speculativer Mystik zu thun. Wie steht es nun mit Italien? Selbst der astrologische Erklärer des Buches Jczira im X. Jahrh , Sabbatai Donnolo, verräth nirgends e.ine' Anerkennung, oder auch nur eine Kenntnis» von Mysterien oder Magie, und doch soll schon 100 Jahre früher ein ״Vater der Mysterien“ (Mtsschr. Bd. 40, S. 465) in Italien geweilt haben, dessen Lehren über Lueca nach Deutschland gedrungen seien, nämlich AhronJ) b. Sa״ ף Nickt ״Abu“, Mtssckr. 461 (s, S. 470, Zunz, Lit. S. 106), auck Block in Winter und Wünscke II, 253, und Vogelstem und Rieger’s Gesck, d. Juden in Rom I, 79; s. auck Jew. Quart. IX, 623 § 11 u. ö.