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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 4 · p. Seite 158

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 4
Article
Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
Date
1898-01-01
Page
Seite 158 (sequence 5)
Language
German
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158 Die Röligionsphilosophie Abraham Ibn Esra’s. die IE nachweist *), hinzu, so zeigt sich, dass die Buchstaben אהו״י als Repräsentanten dieser Zahlen ein angemessenes Sinnbild bieten für den allmächtigen u. unwandelbaren Einen Gott, der Alles aus sich heraus erhält. II) Als Sprachlaute leisten diese Ruchstaben אהד״י so Mannigfaltiges in der hebr. Sprache, dass sie als Inhaber einer gewissen idealen Macht sich gehen. Als vokalisch werdende Ruchstaben besitzen sie allein vor allen Ruchstaben die Fähigkeit amvcsond und dennoch unvernchmlicli zu sein, und hierin leistet א das Meiste, denn es kann hinter jedem Vokale unhörbar stehen. Wie kein anderer Buchstabe können diese Buchstaben אהו״י pleonastiseh stehen oder auch da fehlen, wohin sie gehören-). Sie erscheinen also unerwartet und verschwinden plötzlich. So erinnern diese vier Laute in den Gottesiiamen an den all vermögenden, allgegenwärtigen und doch unsichtbaren, überall erkennbaren und nirgends wahrnehmbar zu tindenden Gott Israels. III) Als Symbole der göttlichen Weltordmmg erweisen sich die vier Buchstaben אהו״י nach Gestalt und Namen3). Das א mit seinen drei Strichen nach drei Richtungen gedacht, ergiebt drei Dimensionen, bedeutet deshalb den Körper u. ist so Symbol der Substanz, welche Substrat aller Aceidenzen ist. Das ח bedeutet die Einheit der sich verbindenden Zweiheit, Materie und Form, zum Dasein bei allen irdischon und himmlischen Wesen ausser Gott. Das ר ist nach Figur und Namen Zeichen der genannten Verbindung. Das י deutet durch seinen Namen nach Xeh. 12; 31 (שחי קהלוח =־= שחי תרדוח, zwei Chöre) gleichfalls auf Verbindung4), durch seine halbkreisförmige Figur aber aut die oberste zehnte Sphäre, die Alles umfasst, sowie durch seinen ג) Z. B. ס׳ השם III. IV._ V. VI; Excurs zu 2. Mos. 33, 23 (gangb. Cornea.); J08, mor. XI, S, 39b—40b. Ausserdem zeigt IE ein constantes Verhältniss der Linien im Kreise mit einem Durchmesser von 10 im Excurs das, S. 13a Netter; aurn 'פ VI; Jes. mor. XI, S. 40b. 8) Excurs zu 2. Mos. 3, 15, p. 13&.b; פ׳ השם III; Jes. Mor. XI, S. 37—39 ed, Stern. s) סי השם III; Jes. mor, XI, S. 38. 39. Vgl, die weiter unten an׳־ geführte Stelle aus Zachot, S. 20bi 4) VgL auch Zachot unter י (S. 27a, ed. Lippm.).

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