Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Assyriologische Studien
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 6)
- Language
- German
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150 Assyriologische Studien. Setzung nicht das Geringste einzuweuden Ich glaube sogar, dass dieser Stamm שחל ״ע ח ר sich im Classisch-Hebräisclien und Aramäischen deutlich nachwcisen lässt; nämlich aus Jes. 47, XL ״ ~ רעה לא תרעי שהרהein Unglück, das du nicht wenden kannst1״ und aus lob 30, HO: ״ ~~ עור' יטהר שעריmeine Haut fällt ab von mir“; an beiden Stellen lässt sich mit שיחר ״■=: schwarz, dunkel sein absolut nichts anfangen. Der Stamm שהל שחר’ scheint ebenso zu liegen in Targ. Nuni. 10, 15 לא המרא רהר מגהון שחרית und Trg. L. Sam. 12, 3: הנליא דמן ־שהרית, aber auch die zweite \V11 rzelform. שהל wird wohl in שחל he raus ziehen, liegen, denn Trg. giebt סשיתיהו wieder durch שחלתיה. Unser שהורי הראש hat also mit der Wurzel שחר שהל - - a b f a 11 e n, a bnehmon, a b s e 11 e e r e n, nehmen, e n tfe me 11, nichts zu tlum. Welch’ eigenthümlicher Ausdruck aber für M ä n n 0 r, Mensche n, sic die ״ S c h w a r zköpfe“ zu nennen! Ich trage keinen Augenblick Bedenken diese Redewendung mit der, in den A s sy r i s ch -Bab y- Ionischen Inschriften ganz gewöhnlichen und fortwährend wiederkehreliden Bezeichnung für Menschen und 0esonders Männer zu identincieren, welche heisst: salmat kakkadi =״־ die Schwarzköpfigen und die etymologisch feststeht; denn salmat geht zurück auf צלם dunkel sein [auch im Hehr. צלעות, dessen volksetymologisehe Deutung מות. + צל natürlich sprachwidrig ist] und kakkadu קרקור — Scheitel, Kopf, Somit ist der Ausdruck שחורי הראש th äts üehli ch, wie Maimuni sagt, ein vulgärer und allgemein geb 1• ä u c h 1 i c 11 er gewose n. ש^ר .*־ V v Das Subst. ששר Getreide ist in dieser Bedeutung besonders charakteristisch für die Gapp. 42 u. 43 in Genes.; Häufiger* ist das, allgemein als Denominativ aufgefasste שבר kaufen, verkaufe 11. Die Etymologie ist unklar und die Erklärungen, welche diesen Stamm• von der gleichlautenden Wurzel שבר b rechen abzuleiten bestrebt sind, lassen im höchsten Grade unbefriedigt. Nach Dietrich [Gosen, s. v] soll nämlich שבר analog פרי von ברר, dio Frucht als das IIorvorbrechcndo bezeiclmen. L & ga r d e meint, cs werde vom Mahlen, Broch e 11, so benannt. Dill in nun (Lex, aeth. s. 333) vergleicht es mit y+S fruchtbar sein. Landau (gegensinnigo Wörter im Altu. Neuhebr. 1898, S. 186) veriuuthet, es sei ein Tropus