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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 3 · p. Seite 135

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 3
Article
Zum Jubiläum des ersten Talmuddrucks in Deutschland
Date
1898-01-01
Page
Seite 135 (sequence 2)
Language
German
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Zum Jubiläum des ersten Talinuddrueks in Deutschland. 135 furter Druckbesitzer 1), ein Kontrakt abgeschlossen worden war, laut welchem der ganze Talmud innerhalb ’zweier Jahre ״•cd ruckt, werden sollte, — ״ba beim 0 Exemplar au ff SltlaS (unb jwar auf Beleben ©eiten, bereu jcöeS ©tue! menigfteni? 1000 9it()Ir. märe fommen) imb 12. au ff Pergament follen ßebnuft werben; allein ber Contmet ift jurußgangen, unb wa b tycrnncf) tu Amsterdam gcbvuclt.״ Oflculmr wollt.(‘ Kölner, nachdem die i iottsehalekseiien Privilegien bekannt. geworden waren, sich nicht, mehr auf den gefährlichen Handel einlasscn. Unter den Frankfurter »luden kam aber der Gedanke nicht, zur Ruhe, und nicht ohne Grund liess Gottschalek, wie schon erwähnt, Anfangs 17.12 auch in Frankfurt, seine Privilegien nochmals öffentlich verkündigen und zwar nicht nur den Messbuchhündlcm, sondern auch der ganzen dudenschai’t dortseibst sammt ihren Vorstehern! Den regsten Eifer ־für eine recht huldige, neue Talmudausgabo bewies unter den Mitgliedern der Frankfurter Gemeinde in erster Reihe der Sohn des letztverstorbenen (1705) dortigen Rabbiners Samuel-), der Rabbinafcsassessor und spätere Rabbiner von Maltersdorf: R. Jehuda Ar je Loch. Was ihm vorschwebte, war der Gedanke: eine kritische Talnmdedition ersten Runges einmal zu schuf len; neben zahlreichem 1 landschriftenmatcrial, das theihveise aus dm* (> p |) e uhe i m'seheia Bibliothek stammte, wollte e.r für sie auch die Arbeiten seines verstorbenen Vaters, wie seines Schwiegervaters verwenden*‘1). Der Letztere gehörte gleichfalls mit zu den eifrigsten Fürsprechern des Unternehmens: es war der gelehrte und angesehene R. Samuel Schotten, Klausyabbiner und stellvertretender Gemeinderabbiner in Frankfurt, zugleich auch Rabbiner von Da nnstadt, der übrigens nebenbei auch einen Buchhandel mit Werken der jüdischen Litteratur, selbst und mit Hilfe seiner Kinder, betrieb4). Der Eifer dieser beiden Männer schreckte vor keiner Schwierig- *) Ueber dessen Dmckthätigkeit s. Steinschneider, Jüd. Typogr. in Ersch und Grub er, Secc. II Bd. 20 S. 79. 2) Vgl. über ihr, Hovovitz, Frankfurter Kabbinon, Bd. II S 56 f und besonders!)embitzer, Kiilath Jofi II, 144 if, woselbst auch Einzelnes über don Sohn.!J) S. R. Loebs Einleitung zur Talmudausgabe Amsterdam 1714 bis 1717, zu Anfang des Traktats Sabbat, 4) Sein Sohn Moses bezeichnet ihn als ״Buchhändler‘^ (s. weiter), lieber seine Bedeutung als Gelehrter s. Horovitz, a. a. 0. S. 57 und 77 f, und Landshut in der v. Joseph Cohen Zedek herausgeg. Ztschrift אור חדש Heft 1, S. 51 ff.

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