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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 3 · p. Seite 128

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 3
Article
Samau'al b. Jahja al-Magribi und seine Schrift "Ifham al-Jahud"
Date
1898-01-01
Page
Seite 128 (sequence 6)
Language
German
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128 Samau'al b. .Iahja al-Magribi. meiner ״rossen Vorliebe für <Ue Geselliehto «1er Wezire mul Schreiber durch ausgebreitete Leetiire iu (len Kr/Jihhinten von ihnen, in i 1111*4־• Gosehichte und ihren Roden eine gewisse Kraft in der Wolilrodonheit und ein Verständnis# für Klegauz!los Ausdrucks mir ungeeignet, Ks ist mir in diesm• Rezielmng das Roh eleganter Stilist(1!! zu Theil ״•(•wurden, imd es wunderten sieb darüber die Rhetoren, Dies weiss aber von mir wer meinen Stil in einem Ruche, das ich iu irgend, einem Wissenszweige schrieb, beobachtet bat. Tel! sah auch das Wunder, mit. dem die mensebUelie Wohlredenbeit nicht wetteifern kann, im Koran und habe erkannt, dass er wahrhartig imriaehahmbar sei. Nachdem mein Denken durch die propädeutischen Wissenschaften, besonders aber dureh die Geometrie und ihre Beweise geschult war, wandte sich meine Seele der Verschiedenheit der Menschen in den Religionen und Secten zu. Das, was mich am meisten dazu bewogen hat, dieser naelizuforschen, war das Studium des Buches, das der Arzt Bardawejhi nach dem Ruche Kalila wicDimna geschrieben hat1), und was ich darin gefunden habe. Ich ersah daraus, dass das Urtheil der Vernunft zusteht, dass alle Dinge dieser unserer Welt ihrem Urtheil unterworfen sind. Denn wenn nicht die Vernunft uns dazu führen würde, dea Propheten und Gesandten zu folgen und die Wahrheit der Alten und Vorfahren anzuerkennen, so würden wir das Xeugniss der letzteren in anderen Dingen, die uns von ihnen überliefert worden, auch nicht anerkennen״). Daher weiss ich, dass die Wurzel der Anhänglichkeit an die von den Vorfahren ererbten Religionen und die Wurzel dessen, dass wir den Propheten folgen, das ist, wozu die Vernunft tührt. Daraus folgt aber auch nothwendigenveise, dass all dies dem Urtheil der Vernunft unterworfen werde Wenn wir aber die Vernunft über das, was uns von den Vätern und Urvätern überliefert worden ist, zum Richter machen, so wissen wir, dass die Vernunft von der Ueberlieferung• der *) Ueber das Buch Kalila \va-Dimna und Bardawejhi s. Stein- Schneider, II ebr. Uehe rss., S. 872 s) S. b. Jahjä will sagen, dass, wenn der religiöso Glaube sich nur auf die Ueberlieforung zu stützen hatte und das Zeugniss der Vernunft hierin Nichts bedeuten würde, wir in Dingen, die mit der Religion Nichts zu thun haben, die Uoborlioforung ganz verwerfen würden. ' Da dies aber nicht der Pall ist, ־so können wir daraus sohüossen, dass so wie ausserhalb des religiösen Gebietes Vernunft und 1• Überlieferung Quellen unserer Krkenntniss sind, sie es auch in der Religion sind, wobei in letzter ln״ stanz das Urtheil der Vernunft zusteht.

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