Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die italienische Litteratur der Juden
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 3)
- Language
- German
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118 Die italienische Litteratur der Juden. Unterricht die ״limjna volyarcdie erst End!‘ des 12. Jahrh. in die Litteratur überging, zu gebrauchen. darüber fehlen uns bestimmte Angaben; über anderweitigen (rebraueh wollen wir mor nicht vorgreifen. Berliner** Register zu seiner Gesehiehte der .luden in Korn bietet nur einen Artikel über die Sprache der alten Inschriften (1, 53), welche griechisch oder lateinisch ist. Vogelstein und Lieger, deren weitläufige, die verschiedenen Seiten der Culturgesehichte beachtende Geschichte der Juden in Rom leider nur ein Namens-, kein Sach-Register stul zu weisen hat, bietet für die ältere Periode (I, 149) eine Leih(‘ von Bemerkungen über den ״Bildungsgang der Gemeindenutglieder“, begründet durch Stellen aus dem, höchstens 131 Italien coinpilirten Midrasch, der sich für eint! Schrift des Propheten Elia ausgieht und dafür gehalten wurde‘, und wovon die Vcrf. einen sehr umfänglichen Gebrauch machen Darf man einzelne Stellen einer derartigen Compilation ohne Weiteres als historische (Quelle für die alte italienische Jndenheit betrachten? Die Kenntniss des Lateinischen und Griechischen wird als Voraussetzung der Sylvesterdisputation angenommen (S. 150), obwohl dies!‘ im 4. Jahrh.-״angeblich“ in Rom stattgefiniden haben soll, und nach der Schilderung und scharfen Kritik dm• Vcrf. (’S. 1 (> 1) für die vorausgesetzten jüdischen Bewohner Italiens in späterer Zeit gar nicht in Betracht gezogen werden darf, lieber die thatsächlich gebrauchte Sprache der Juden der älteren Zeit erinnere ich mich nicht, Etwas in dem 1. Theile bis S. 200 gelesen zu haben. Somit kann das Vacuuin in der Sprachgeschichte der Juden Italiens vor dem Italienischen als unausfiLllbar angesehen werden, wenn nicht ein unwahrscheinlicher und kritisch gesicherter Fund uns überrascht Eine Reihe von kleinen Abhandlungen, zunächst die hebräische Litteratur Italiens betreffend, begann der bekannte Professor am Rabbinerseminar in Padua, Sam. Dav Luzzatto u. d. T. II ■Giudutstno Hlustralo herauszugehen. Das 1. lieft (1848) enthält p. 29—47: Delhi Ivtln'atuva cbraica in Jtnlia und bespricht nur ״Caloiiymo b. Mose (78?)“, Sabbatai Donnolo und die Gelehrten von Bari. Die einleitende, seitdem mehriueh und gebührlich wiederholte, treffende Oharakterisirung *lautet (p. 29): ״Das italienische Judeutluim war stets orthodox, aber stets mein• oder weniger aufgeklärt (oder gebildet, Hin• mmnto): es batte nie, wie Spanien, eine vorwiegend ocoti-