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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 2 · p. Seite 93

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1898-01-01
Page
Seite 93 (sequence 4)
Language
German
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.Besprechungen. 93 jüdischen Zeugnissen und auch aus Apostelgeschichte 2,5—11 den Nachweis zu führen gesucht, dass es Uebersetzungon in sehr viele Sprachen des Alterthums gegeben habe. Dies bezeugt ausdrücklich Theodoret (Migno, Patrologia graeca 83, 948; angeführt von Nestle, 156 .►ן und noch mehrmals), der von Uebersetzungon der hebräischen Bibel in die Sprache der Aegypter, Perser, Inder (V), Armenier, Skythen und Tauromaten (V) spricht. Wie vorbreitut die Bibel in fremdem Gewände gewusen sein muss, beweist der Umstand, dass unter den von Theodoret genannten Völkern zwei heute nicht mehr iuentilicirt worden können, sie müssen also vorhiiltnissmiissig unbedeutend gewesen sein. Angesichts dieser Thatsache ist die VermutJiiing, .dass alle alten Versionen, hui denen compotente Beurtlieiler nachträgliche Oorrecturen nach dom hebräischen OriginaL annehmen, jüdischen Ursprungs seien, keine allzu gewagte. Es ist nämlich viel wahrscheinlicher, dass eine von .luden stammende, aus dem hebräischen Original geflossene fremdsprachliehe Bibel aus der griechischen UeberSetzung corrigirt wurde, als ■dass eine aus der griechischen Bibel geflossene Tochterübersetzung aus dem hebräischen Original corrigirt worden wäre, denn innerhalb der Christliehen Kirchen des Alterthums verschiedenster Nationalität existirte stets eine gewisse Kenntniss des Griechischen, nicht aber des Hebräischen. Man kennt keinen koptischen Origenes und keinen aethiopischen Hieronymus. Wir kennen nicht die aethiopische Bibelübersetzung, aber die censtatirte ״Berutzung des hebräischen Textes an mehreren Stellen“ und das Zusammentreffen ״mit dem Sinn und den Worten des hebräischen Urtextes im AT oft auf überraschende Weise“ (Prätorius nach Dorn und Dillmann, p 14S —•149) macht auf uns den Eindruck, dass man einer Version gegenüber steht, deren Grundlage von Juden stammt. Dasselbe Gefühl hat man auch, wenn man Cornill’s (Das Buch des Propheten Ezechiel, p. Bö f.) Ausführungon über die koptische Uebertragung liest (vgl. Zur Einleitung, p. 93). Viel wahrscheinlicher noch als die genannten stammt die syrische liebertragung von Juden (gegen Nestle, p. 229). Den gelehrten Artikel über die deutschen Bibelübersetzungen vorunstaltet der folgende Satz: ״Die neuesten israelitischen Bibeln von H. Arnheim, J. Fürst, M. Sachs unter Redaction von Zunz, Berlin 1837, 8°, 6. Ausg, 1855; L. Philippson,.; 8. Herxheimer.erstreben Treue und dienern in ihrem Judendeutsch der Synagoge“ (Nestle, 8. 142). Dio ältesten magyarischon Bibelübersetzungen (175—178) datirt Franz Balog ans der Zeit der Reformation, was den Thatsachen nicht entspricht, denn es gab eine solche schon Jahrhunderte vor Johann Erdösi. Es wird nur eine äussere Geschichte der Bibel Versionen gegeben, von einer Charakteristik derselben findet sich keine Spur, Die Frage, ob Karoiyi, in diesem Punkte der ungarische Luther, aus dem hebräischen Original übersetzt habe, wird gar nicht aufgeworfen. Freilich wäre sie zu verneinen gowesen, denn wahrscheinlich hat er die UÜbersetzung des getauften Juden Treniellms in’s Magyarische übertragen, Kamen ist von Ewald abhängig. Eine von ,Juden gefertigte) ungarische üeber.sotzung der ganzen Bibel giebt es bis heuto nicht; eine solche ist jetzt unter Rodaction von Prof. Bacher 131 Vorboruitung. Einzelne!heile und Bücher sind jedoch schon vor längerer Zeit •erschienen, namentlich der Pentateuch von II. Deutsch u. 8. w. Der Artikel *hätte gar keine Einbusse erlitten, wenn auch diese üeuertragungen, welche :aus dem hebräischen Original geflossen sind, erwähnt worden wären. Einige kleinere Bemerkungen. Zu S. 9 unten bemerken wir, dass 0 im Gegensatz zu 0 מרשות סתומות und nicht auch ׳ סמוכותa bedeutet —84 .8 ־ linden wir, Graecus Venetus habe המקום (Ex. 22, 2) mit gvtwtt4; wieder-

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