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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1898-01-01 · Heft 2 · p. Seite 82

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
42 (1898)
Issue
Heft 2
Article
Die italienische Litteratur der Juden
Date
1898-01-01
Page
Seite 82 (sequence 3)
Language
German
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/Cum Jubiläum dos ersten Talmuddrucks in Deutschland. S2 Vollendung des Werkes, und in Frankfurt beachtete mau dom Sehreeksehuss wohlweislich. Bereits im Jahre 1695 war Beemanu im Besitz eines von Kaiser Leopold 1. gewährten fceiehsprivilegs, das ihm das alleinige Recht des Drucks und Vertriebs einer auf Grund des consierten Baseler Talmuds ׳/Ai veranstaltenden Ausgabe auf 12 Jahre hinaus zusicherte. Lin gleiches Privileg erlangte er im seihen Jahre1) von seinem eigenen Landosfiirsten, dem Kurfürsten Frie dri eh 11L von Brandenburg, auf Grund eines ausführlichen und ausserst interessanten Promemorias *). Der Druck wurde sofort in Angriff genommen und bald fand sich auch im nah(ul A uh al tlande, zu dem Bccuuum als Historiograph des Annaitischen Fürstenhauses:{) vielfache Beziehungen hatte, der erhofft(*, reich(! Gönner4). Der fürstlieh Anhaitische I [offaktor Moses Benjamin Wulff zu Dessau, nach Kräften ein Mäecnas jüdischer Wissenschaft5), war bereit, die pekuniäre Deckung des Werkes auf sich zu nehmen, ja sogar seine eigen(*, jetzt (*hon erst!)(‘gründete Druckerei zur Verfügung gabt?» s. Habbinoviuz R. N. מאמי עי הדפסת הר״דמוד (Kritische Uubersicht. der Gesamt- und KinzeluusguUm des Babylonischen Talmuds seit, 1484), fauchen 1877; mich als Anhang zum IM. VI11 dm* דקדוקי סועייס gedruckt, D König, Annalen der Juden u. s. w. (Berlin, 17W>), S. 122. ־) S. Auerbach, 1. <\ 8, (i■) u. 170, der R. Ahraham Berlin mit. Unrecht lur den wahrscheinlichen Verfasser hält. Dass das Schriftstück nur einen uh ristiichon Gelohrten zum Verfasser haben kann, würde sich schon «aus der ganzen Art seinor Zusammenstellung ergeben, wenn es nicht noch dazu (S. 177) die Worte enthielte: jenes alte merkwürdige Volk, das den Stifter unserer Religion gehören. Da das Schreiben an ״E\v. Kurfürstliehe Durchlaucht“ gerichtet ist, kann es nur für den Kurfürsten von Brandenbürg bestimmt gewesen und muss vor 1701, dor Annahme des Kanigstitels, geschrieben worden sein. Es ist also ganz fraglos, dass es zur Erlangung der Erlaubnis des Frankfurter Taimuddruek.s durch Becmann abgefasst wurde, K. Abraham Berlin, der gelegentlich der Uobovnahmo des Drucks, durch Borend Lehmann das Schriftstück gelesen haben wird, mag so viel Gefallen daran gefunden haben, dass er sich eino hebräische Abschrift za..ובג, die er vielleicht einmal zu verwerten gedachte. Damit würden sich auch die Zweifel Auerbachs S, 174 Ai-un. 2 hoben, wo natürlich unter Bock nicht Eccniann zu verstehen ist. Vielleicht ist Beck gemeint, dor als 'Orientalist so grossen Ruf zu jener Zeit genoss, dass er sogar von der Krone Preussuu eine Pension bezog; s. Allg. Deutsche Biogr. 1kl. 2, S. 218. Lehmann (der polnische Resident Ikuend Lehmann, Dresden 1886) 8. 27 hat gar einen Bookmann daraus gemacht. a) Becmann ist Verfasser der Historio des Fürstonthums Anhalt, Zerbst 1710. *) Das Folgende nach den Akten des Herzogi. Anhalt. Haus- und Staatsarchivs zu Zerbst. Sign. C2e No. 28. . . u) lieber die Familie Wulff und den von ihr ausgegangeuäti Buchdruck hoffe ich demnächst eine zusammenhängende Veröffentlichung geben zu können..

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