Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Religionsphilosophie Abraham Ibn Esra's
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829713-2829716-2880986--28384-2881022- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
72 Die Keligionspliilosophie Abniham Ibn Esra's. In der Regel aber vollzieht sich die Weltregieruug־ Gottes unter vermittelnder Einwirkung der überweltlieheu intelligibeln Substanzen (Engel) und der IIimmelskörper, weiche ja selbst der Leitung der Engel unterliegen, in der Einl. zum gangb. Gonnn. zu 2. Mos. 20, 2, ]>. 82a Cok 2, ed. Netter heisst es: בפחו, והעולם (d. b. ומענדד־ העולם ד.עליון (עולם המלאכים בבה השם ומלאכיו הקרושים שהם בעולם (d. h. ר״אמילעי (עולם הגלגלים העליון, יזה העולם השפל שאגי בו, מעמיר בפח השם ובפח שגי העולמים־ העל יו גי ם. Die Einwirkung der Himmelskörper ist aber nach IE nieht allein eine physikalische, wie, das Altcrtlium und das Mittelalter sie auch sonst angenommen hat, sondern auch eine astrologische, d. h. die Stellung der Gestirne zu einander bedeutet und bewirkt für die irdischen Geschöpfe "Wohlfahrt oder Unheil, Freude oder Trauer, Reichtum oder Arniuth, Leben oder Tod u. s. w. Näheres weiter unten. Jedoch bemerkt IE in einem Exciirs zum gangb. ( ’omni, zu 2. .Mos. 33, 23, p. 149 0, ed. Netter: Die Planeten und Fixsterne müssen die Palm einhalten, die ihnen die Gottheit angewiesen hat, während die irdischen Geschöpfe in ihrem• Schicksale durch deren Stellung beeinflusst werden. Man könne also nieht sagen, dass die Gestirne cs sind, die wohlthun oder Uebol bereiten, und Anbetung der Gestirne kann demnach keinem Menschen nützen. Was dem Menschen einmal nach der ihn angehenden Constellation bestimmt ist, das trifft ihn unvermeidlich, cs sei denn, dass eine? der Sterne überlegene .Macht ihn behüte, z. P. ihm einen dom drohenden Uebel ausweichenden Schritt eingiebt u. s. w. (s. das. das fiebrige). Zu 2. Mos. 23, 2b f. geg, Ende und am Schlüsse heisst es ferner: Die Wirkung der Constellation auf die Natur des einzelnen Menschen wird durch Gottes. Walten auf natürlichem Wege beseitigt, ohne, dass die Constellation selbst geändert oder ihre Wirkung im Allgemeinen aufgehoben wird, Ihre Einwirkung ist überhaupt nicht als (ein der sittlichen Weltordnung gogomiberstehender) Zweck zu denken Ganz dem Willen Gottes gehorsam sind die Bewegungen der Gestirne um der Gestirne willen da, und die Wirkung orgiebt sich von selbst und beiläufig, wenn ihrem Einflüsse eine Empfänglichkeit in der Niederwelt entspricht Eben diese Empfänglichkeit kann durch frommes Verdienst und Gottes Beistand unschädlich gemacht werden. KUtubi£ voraus,;;:üotkit im läng. Comm. v.u 2 וידבר, Mos 140 ,*1 י<h5r aU erkennbar geprhiHön zu 2 הר״יצבו ור»ז. Mos. 14, 13,