Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Bann gegen R. Elieser und die veränderte Haltung gegenüber den Schammaiten
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
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i»an 11 <401:011 U.!,dieser :>1 Schonung1) tür dir Sclmmmniten gleichzeitig auch wieder er־ kliirt: ..Wer da wolle, kenne sich ebenso mit, nach der Schule Sehammai s wie nach derjenigen Iliiloi’s richten״, ohne zu bedenken, dass das eine das andere nothwendig ausschlicsst. Allerdings scheint eine andere llaraithu in der Fassung, wie sie der Babli bietet, dir den ersten Mick die (iraetz'sche Ansicht zu unterstützen. l>a*elbsr {Erubin d 1> und!,aralleistellen) heisst es nämlich: ..In :4114*11 Fällen hatdi«* Praxis sieh nach den ililleliten zu richten. Will Jemand nach den Schammaiten oder aber nach den Ililleliten verfahren. so ist ilnn beides nicht, verwehrt. Wer aber immer nur an die Erleichterungen beider Lehrhäuser sieh hält, der ist ein .Sünder: wer umgekehrt wieder n u r an deren Erschwerungen, auf den passt das Wort der Schrift: ..l>er Thor aber, er wandelt im Finstern״. Vielmehr hat man sich in allen. Fallen entweder ganz aaeii den Ililleliten, oder aber ganz naeli den Schammaiten zu richten*‘. .ייעי^ם ר• יל כר ''*'די Allein schon der Talmud bemerkt hierzu, dass zwischen 414*111 Vordersatz, der die Ansicht der Ililleliten als allein gütige Norm hmstelit, und dem Nachsätze, welcher es vollkommen freistellt, sich entweder nach den Schammaiten oder nach den Hilleliten zu richten, ein unlösbarer \\ idersprueh bestehe הא גיפא קיציא אניי־יה דעידם הרכה בב׳יה יהד״ אני״*״. ה״יצה לע״ט־יה כדב״י ב׳'יב;-:ך,. Fr erklärt auch fliesen Widerspruch ganz richtig daraus, dass <lie beiden Sätze* die Praxis verschiedener Zeiten wiederspiegele, dass der Vordersatz die Entscheidung des Jbith-Kol wiedergebe, die im Nachsatz statuirte Freiheit, dagegen aus 4]cr Zeit vor dem ]»ath-Ko! herrühre לא ק׳ביא בא; ק*רב בה קיר כאי לאה" בה קיל. Wie zutreifemi diese Erklürung ist, zeigt deutlich der .Jerusehalmi, wo diese. liaraitlia wiederholt, aber stets ohne jenen \ordersatz 4*itirt. wird •*) und zugleich auch überall ausdrücklich bemerkt wird, dass ’) Aehnlieh auch Dünner in soinor Abhrmdl. ,.Einiges über Ursprung etc. des Traktates EdujotlW in Monatsschrift. ■ luhrg. IN~1. S. 7*J. ־•) Vgl, auch Toset'm Edujotli 11 und i׳!mdleb1elh־n, wo jedoch der r.u’v; וד-יצר! דעיצור, :דב- ב׳'1:■ עייצד :•־ג־־יי ב׳יד ganz i’tddt; das Folgende lautet!!;er 'ר.יש: קודr. וד-וצד רד,המי- עד עצם,* -:דוג :יזום- ב׳'•:! . . . ע- זד.;אם־ ד::'־ וגר׳ ב"- וקו- ב״ד -־צע אדא אי :־ב־, ג"־•צ נקודידר; וכדזםרידון ו:ו׳. Schon diese Fassung der ßaraitha zeigt deutlich, dass sic keineswegs das besagen will, was Graetz aus ihr lierauslesen möchte. ף Jebamcth I Endo und Parailelstollea. wo die Baraitha folgende 4*