Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 42 (1898)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Bann gegen R. Elieser und die veränderte Haltung gegenüber den Schammaiten
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 2)
- Language
- German
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Oor i'iiUlM gVgt‘11 li. Kl I *,SC I*, r>0 lk KlieseFs weder erst /u suchen, noch ilm soweit luo*־ zuholen י)! Diese Bemerkung (los Jerusehahni ist aber gerade am besten geeignet, uns auf dio reehte Spur zu führen; (leim sie lässt uns die eigentliche Ursache dos ganzen (׳onfiictos deutlieh erkennen. Dieser Uontiiet ist hiornaoh daraus entstanden, dass dem lk Klieser Seitens seiner Collegon, und zwar in demonstrativer Weise, verwehrt worden war, seine eigene, abweichende Lehrmemung praktisch zu befolgen, Sowohl diu Aufregung lk KlieseFs wie di(* Demonstration selbst Im1־ weisen gleiehzoit jg, dass es sieh hier um ein novum. um eine neue Massregcl gehandelt haben müsse, deren Durchfiihrung bei lk Klieser auf heftigen Widerstand stiuss. Was das für eine Massregcl gewesen sei, darüber kann man nielit lange in Zweifel sein, wenn man sieh erinnert, dass damals gerade in Bezug auf den Sehulstreit (hu• Hillebleu und Seliatnmaiteii (,im*!Entscheidung• von weittragender Bedeutung getroffen worden war, die in (Um (Quellen auf das Umgreifen einer höheren Stimme, eines Bath-Kol, zurück- «;•(‘führt wird. Kim‘ in beiden Talmndon oft eitirte Baraitha berichtet nändieh, ein Bath-Kol liahe diesen Streit endgültig dahin entschieden, dass zwar die Ansichten beider Schulen ״Wort(‘ des lebendigen Gottes1* seien, dass ab(*r für die Praxis di(‘. Meinung der llilleliten in allen Fällen allein massgehond s(*iu solle. הגי יצאהה ב*־. קיר ואברה אלו ואל* רברי אלקים חיים הם אבל הלכה בכיה הלל לעירם (.lerusehalmi, .10bamoth I Knde und Parallelsteilen: h. Kruhin ]Hb.), Jeruseh. fügt noch hinzu, dass diese Kntschei'dung in Jabne, also unter dem Patriarchate lk Gamlio.rs gefallen sei באיבן יצאה בה ק,*ר? ר' ביבי ב״טס ד' יוחגן א גלד ביב ג ה יצאה בה קור. Diese!Entscheidung• kann doch offenbar nur den Sinn haben, dass fortan die Lehnneimmg* der Schanmiaitovi von der Praxis völlig־ ausgeschlossen bleiben sollt(‘. Gleichwohl nimmt («raetz (Geseln d. .luden IVA S, Hl u. Note 4) an, man habe aus *) Ga״x willk irlich und obendrein in sich wiiiorsprachsvoll ist dio DaiMcllmig hoi \Veiss {/am' Ursel», <i. jiia. Tradition, 8f>), dio wir hier lüglieh ganz übergehen dürfen, biihngriimief ist auch dio Behauptung von Graotz ((iosehiehto JA*־* g. •D), dem übrigens auch Brüll (Kmleit. in diu Misehua 7a IT.) im Allgemeinen sich auschbesst, h\ Elio.ser sei ausschliesslieh wegen seines thatsiieh liehen Widerstandes gegenüber der Majoritätsansieht, ״weil er, auf seiner Meinung beharrend, auch praktisch darnach verfahren war“, in den Bann gelegt worden. Die Quellen bieten hierfür keinerlei Anhaltspunkt, und noch weniger kann davon die Kede sein, dass dies gar ״ausdrücklich in denselben hevorgohoben werde“, wie Graetz hohauptet.