Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Bari in der Pesiktha rabbathi
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 557 (sequence 4)
- Language
- German
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Bari in <ler JVsiktha rabbathi. 057 Krieg*gefangem*11 zur Folge haben müsse, dass die Wohltliater die Gefangenen zum Geschenk bekommen, und überhaupt fehlt in jenem Berichte auch nur die leiseste Andeutung davon, dass die .luden in Bari ihren Wohnsitz nahmen. Zum Schlüsse constatiren wir noch die Thatsache, dass dir*׳ edlen Einwolmer von Bari, welche die. nackten Getangenen mit Kleidern versahen, natürlich nur Juden sein konnten1 2 *); denn wären sie Heiden gewesen, so wäre der am Schlüsse der Erzählung ausgesprochene Tadel, dass man sich in ihrer Mitte, zu sinnlichen Gelüsten verleitet fühlte, bei der damals unter den Heiden herrschenden Unsittlichkeit ein geringfügiger Umstand gewesen, der nicht der Bede werth gewesen wäre. Nach alledem wird man wohl dabei bleiben müssen, jenes 'בארי für eine palästinische Stadt zu halten. Dies war bis jetzt in der That die allgemeine Auflassung. Von diesen* allein berechtigten Auflassung abzuweiehen fühlte man sieh nur darum versucht, weil man die* Ielentificirimg jenes בארי mit einer sonst bekannten Stadt nicht aus führen konnte. Ich glaube jedoch, dass dies sein* wohl möglich ist. Ich darf wohl darauf hinweisend), dass ich die Identität der Stadt Bari mit eleu* ebenfalls palästinischem Stadt Beri eigentlich schon vor Jahren ausgesprochen hahe^). Ich habe*׳ dies auf Grund einer gemeinsamen Ableitung aus dem Griechischen gethan, ohne auf die Sache genauer einzugeheu; jetzt, wo die Frage sozusagen! acut geworden ist, wird eine nähere* Begründung zweckmässig sein. Eine*, Stadt Beri4) wird oft in dem Quellen erwähnt. Ihre Lage geht mit aller nur wünselumswerthen Deutlichkeit aus einer Reiseroute hervor, elie uns aus alter Zeit überliefert ist5 &). Die Etappen dieser Route sind: Jcru- M Die« folgt schon aus dem Satze גטה . . . עריהם הסד מכי ארץ ישראל. Uebrigens vertritt J. Lävi auch hierin die natürlichere Auflassung, indem er die בגי באי־י für Juden hält. 2) Da Ldvi und Bacher dies nicht gethan haben. ־*) Byzantinische Zeitschrift, II, 526. ף Ich schreibe für בירי Beri, nicht Biri״ aus Gründen, die sich aus den unten folgenden Ausführungen von selbst ergeben: &) Jalkut Numeri § 729: סשל . . . רבני אדם שאמרו רו למלך הנראה שתגיע עמנו אצל מושל עכו, הגיעו לעבו הלך לצידון, לצידע הלך לו לבירי, הגיע רבידי הלך לו לאגטוביא. In Sifro Numeri § 84 (p. 22 a Friedmann), woher die Stelle genommen ist, sind genannt: Acco, Tyrus (צור), Sidon, Antiochia; es ist leicht ein- Zusehen, dass statt צור eigentlich כירי (oder gar כידו כורי) gelesen werden muss. Den Späteren war צור geläufiger als *ביר, und da sie es so haben wollten, kam Tyrus nach der geographischen Lage vor Sidon