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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 12 · p. Seite 552

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 12
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 552 (sequence 24)
Language
German
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552 Uus Sendschreiben der Jerusalemer au die Juden in Aegypten. wollen, 80 haben wir es für schicklich erachtet, euch zu vorständigen, damit aueli ilir die Tage der Laubhütten feiert; 2, 16 1), ihr werdet also gut thun, wenn ihr die Tage begehet. 2, 18: Denn Gott hat uns aus grossem Kngliick erlöset und den Tempel gereinigt.״ Ls ist dieses wohl ein sein‘ kurzes Schreiben, doch enthält, es Alles, was man darin sucht und erwartet, wie auch die Vergleichung mit den beiden in 1, 1—(J enthaltenen Sendschreiben lehrt'2). Falls das zweite unmittelbar nach der Tempelweihe geschrieben wurde, so könnte dieses nach dem Siege über Xikanor, der für die Folgezeit entseheidend war und grosse Freude in Jerusalem hervorrief, abgetanst sein3). Die Adresse in 1, 10, wenn sie der des ohne Einschiebsel erhaltenen Briefes in 1, 1 an die Seite gestellt wird, macht den Eindruek, als ob sie kaum dem ursprünglichen Schreiben angehürte, und dürfte in Wirklichkeit vom Inter• polator herrühren, dem es sich, wie wir bereits gesehen haben, darum handelte, auf seine aegyptisehen Brüder durch die Namen der Behürdemitglieder in Jerusalem und nicht minder durch den einer anerkannten einheimischen Autorität zu wirken. Besondere Beachtung verdient die Erwähnung der Gerusia, die sieh in histnriseh beglaubigten Eberlieforungen sonst nicht findet. Denn wir treffen sie nur in dem Briefe Antioeluis’ II, des Grossen, in Antiquit NIL 3, 8 (§ 138), in dem des Antioeluis V Eupator in II Makkab. 11, 27 und dem der Juden an die Spartaner in I Makkab. 12, 6, somit ausschliesslich in Erkunden, deren geschichtlicher Werth aus mehreren Gründen angezweifclt werden kann: ausserdem noch in II Makk. 4, 44 in dem Berichte über die Verhandlang vor Antioeluis in Tvrus gegen den Tempelräuber Menelaos und in III Makkab. 1, 8. Weist dieses auf eine verhältnissmässig späte Zeit als die der Entstehung der uns beschäftigenden Adresse hin, so führt die Erwähnung Judas' l) Der Anfang des Versos ist eine Wiederholung von 1, 18 und zoigt am sichersten, dass Alles, was zwischen 1, 18 und 2, lf> steht, eingeschoben ist. ף Vgl. ßruston in Stade’0 ZS 1800, S. 110 ff 3)י Ks ist möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich, dass der Brief nur der Thoil eines andern ist, und da Hesse sicli an den vorher* gehenden denken, in welchem die Briefschreiber darauf hinweisen, dass sie das letzte Mal in grosser Noth an die Juden in Aegypten geschrieben haben, woraus sich orgiobt, dass dieser Brief in besseren Verhältnisseu entstanden ist. Diesen Umschwung meldet übrigens Vers 8 ausdrücklich, ohne aber auf die zur Zeit des Schreibens herrschende Stimmung einzugehen; da würde sich uuu Vers 11 gut einfiigeu lassen.

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