Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 548 (sequence 20)
- Language
- German
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548 Bas Semlsch reiben der Jerusalemer au die Juden in Aegypten richten, dein entsprechen, was wir oben über die vennvhliehe Quelle der Erzählung von der Auffindung־ des ]!eiligen Feuers ausgesprochen haben. Was die weiteren Bestandteile der JBibliothek betrifft, so sind die Berichte über die Könige in den Büchern der Könige und in denen der Chronik enthalten; da es mich unwahrscheinlich dünkt, dass der Verfasser die erstereu erst von Xeheinias einer Bibliothek der heiligen Schritten einverleibt werden Hesse, und da wir auch sonst Belege dafür haben, dass dir* Hellenisten die Geschichte der Könige aus der Chronik schöpften, so glaub*‘ ich, «lass auch hier di<*se gemeint ist. 1 >ie Geschichte der Propheten ist zerstreut in den Büchern der Könige und der Propheten, zum Theile aber auch in denen «1er Chronik behandelt: soll auch in diesem Falle■ die letztere gemeint sein? T« לסד Ascofö lassen in erster Beile* an dir* Psalmen denken, «loch müsste erst erwiesen werden, dass in der bellenistischcn Eitteratur dieses die Bezeiebung des Buches ist; hierin die Geschichte des Königs zu sehen, gestattet die Reihenfolge der einzelnen (Bieder nicht, und so halt«‘ ich es für möglich, dass die. Ausführungen der Chronik und di«‘ innerhalb derselben gegebenen Psalmen gemeint seien. Es handelt sieb nämlich, wie bereits bemerkt, um den Nachweis, wie gr«!ss und verherrlicht der Tempel in Jerusalem zu allen Zeiten war; kein Blieb aber beschäftigt sich so eingehend mit demselben, wie die Chronik, und die Vorbereitungen Davids zum Tempelbau, seine Anordnungen im Ileiligthum und seine Fürsorg(* für dasselbe, die alle sonst nirgends auch nur genannt sind, nehmen in diesem Buche einen breiten Baum ein. Somit führen alle Theile der Aufzählung auf die Chronik und die Bearbeitung des Esrabuches, das ja eigentlich die Fortsetzung der ersteren ist, und es scheint, dass unser Verfasser das ganze Werk, weil die Geschichte Xehemias’ das Ende desselben bildete, von diesem gesammelt sein־liess 1). Es soll hiernit vielleicht auch darauf mit Stolz hingewiesen werden, dass das Anlegen einer Bibliothek, was den Ruhm der Ptolemiier in Alexandrien verkündete, in Jerusalem schon von Xehemias ausgegangen war, in erster Reihe aber sollte denen, die den Tempel in Jerusalem an griffen, bedeutet werden, dass die Zeugnisse seiner Auserwähltheit sich seit Jahrhunderten gesammelt finden. In welchem Zusammenhänge diese Mittheilung der Denkwürdigkeiten des Xehemias sich befand, •) Vgl. Graetz in dieser Monatsschrift 1877, Seite 02.