Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 12 · p. Seite 542

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 12
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 542 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829696-2829709-2880917--28078-2880944
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

042 ^as Sendschreibeu 11er Jerusalemer an die Juden in Aegypten. kadnezar nur die Lade und die Tatein zurückbehielt1). Trotzdem lässt sieh über die von dein Compilator benützte Schrift Etwas mit \Yahrscheinliehkeit ermitteln. •Es lassen siel! niimlieh die mit biblischen Personen sieh befassenden und die biblischen Herichte erweiternden apokryphisehen Erziihlun^en ihrer aiissern Beschaffenheit und dem Verhältnisse nach, in dem sic* zur Bibel stehen, in zwei Gruppen theilen: in solche, die selbständig als ein grösseres? mehrere Abschnitte umfassendes Huch oder als eine* Schrift von geringem Umfange den gewählten Bienenstand bearbeiten, den Stoff, die Personen oder den Bahiuen wohl der Hibel entlehnen, sonst aber auf dieselbe keine weitere Rücksicht nehmen, wie z. H. die Bücher Tol>it, Judith, Baruch, der Brief des Jercmias. die Beschichte der Susanna, die von Hel und dem Brachen: und zweitens in solche, die keine selbständigen Erzählungen mit in sieh abgeschlossener Handlung bilden, sondern ♦,ine in der Bibel nur kurz berichtete■ Thatsache zum Gegenstände der Darstellung nehmen und dieselbe legemlarisch ausmalen. Diese sind ihrer ganzen Anlage nach als Ergänzungen des biblischen Berichtes aufzufassen und entweder thatsächlich im griechischen Texte zur betreffenden Stelle überliefert, wie die Zusätze zu Esther und Daniel, oder stehen wohl gesondert, wurden aber vom Verfasser als Zusiitze, die eint* Lücke zwischen zwei Versen ausfüllen, geplant und gestaltet: wie z. B. das Hebet Manasse’s, das in den meisten Handschriften im Anhang zu den Psalmen steht, aber zu II. Cliron 33. 12—13 gehört־). Es fragt sieh nun, welcher Art die Erzählung von der Bergung des Feuers durch Jeremias gewesen sein mag. Der geringe Umfang derselben lässt vermuthen, dass sie der zweiten Gruppe zu־ zuzählen ist, und sie schloss sich wahrscheinlich einer Schilderung der Teinpelzerstörung an. In diesem Zusammenhänge dürfte sie Eupolemos gekannt haben, denn seine früher genannte Meldung lautet: tgv j[p״j<70v tov ev tw Ispw xa\ י) Es ist bereits oben Seite 499 auf <lie Stolle im christlichen Adambuche (ed. Dillmann, Seite 130; Malan, Seite 196) hingewiesen worden, wo nicht Jeremias, sondern der Priester Simon vor dem Feldherrn Nebusaraddan Gnade findet und die Erlaubnis» erhält, aus dem Hause der Schriften die Asche der verbrannten Bücher zu holen, die er in ein Gewölbe thut; zugleich nimmt er ein Hauchfass von Erz, füllt es mit Feuer und reinom Weihrauch und hängt es im selben Ge^ wölbe auf. Vgl. Charles, The Apocalypse of Baruch. Seite 168. ף Siehe Schürer II, Seite 720.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.