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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 12 · p. Seite 537

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 12
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 537 (sequence 9)
Language
German
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I >as Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Aegypten. 587 Meinung, den voraufgeheuden. »Satz vollendet zu haben etwa in der Form 6 <Vs 0־s6g £0)7> 0 ,ידד׳ c׳y.% xta.*‘ (Grimm Seite 09). 1011 glaube kaum, dass man sonst einem griechischen Satze, d<*r weder poetisch ikh11 ״ rhetorisch sein will, noch so eonstruirt ist, dass ein Anakoluth erklärlich wäre, solche Gewalt antliut. 11111 derartig(‘ Erscheinungen zu erklären. Nun fährt Grimm noch folgcndermasscn fort : .. Die Partikel yap nach £/~£ou.£v lässt sieh kaum anders, als in ilnvr durch die Etymologie (y£ und vlz'a) begründeten ursprünglichen Bedentaug fassen, profe.cto igitur, saue rebus ita eomparatis, ja■ unter solchen lunständeirb vgl. auch Keil Ist es statthaft, in der einfachsten Prosa solche gesuchte Bedeutungen auzunehmen? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass der im (ranzen und durch einzelne Wörter störende Satz s/.7:u£0;j.sv yac i~\ י>ד> ü־s(0 01ד spater hinzugekommen ist. ohne dass ihn sein Frheber der Fmgcbung angepasst hätte? Ks ist nun ferner beachtenswert]!, dass die beiden Verse genau dieselben, ganz eigenthündichen Gedanken enthalten, wie das Gehet in 1, 24—29. Hier wird nämlich in 1, 20 auÜ’allenderweise gesagt: ״Ximm an das Opfer für dein ganzes Volk Israel־‘ und das ganze Volk betont, wobei (hu* Verfasser offenbar an den im Exile lebenden Theil desselben (hmkt■. Dieses erhellt noch aus dem weitern Satze des Gebetes: ,.Versammle unsere Zerstreuten, befreie, di(* Knechte sind unter den Heiden, die Verachteten und Verabscheuten sieh an“, wo es sieh ja ohne Zweifel um das in Mitten eines heidnischen Volkes wohnende und von demselben gedrückte Israel handelt, Bezeichnend ist hierfür noch die!litte in Vers 27: ..Pflanze Dein Volk an Deine heilige Stätte, wie Moses gesagt“, was sieh gleichfalls nur auf Juden ausserhalb Palästina’« beziehen kann. All’ dieses finden wir nun zum Schlüsse des Prieles in Vers 18 wieder: erstens die Betonung des ganzen Volkes, dann den Wunseh, dass Gott dasselbe von unter dem Himmel versammeln möge, drittens, dass er es an die heilige Stätte bring(*, viertens die Thatsaehe, dass die in der Fremde lebenden Brüder leiden, die in der hier ausgesprochenen Zuversieht, dass sich Gott ihrer erbarmen werde, vorausgesetzt wird, endlieh den Hinweis auf die Verheissung in der Thora1). 0 Gemeinsam ist ihnen auch noch ein anderer Punkt, ln 2, 17 heisst es: ״Gott, der sein ganzes Volk errettet und Allen das Erbtheii und das Königtlmm, das Priesterthum und die Heiligung verliehen hat“; diesem entspricht in 1.25: *Der Pu die Väter zu Auserwählten gemacht und sie geheiligt Imst, . . . beschütze Dein Erbtheii und heilige es.41

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