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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 12 · p. Seite 535

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 12
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 535 (sequence 7)
Language
German
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I>an Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Aegypten. 535 müsste, dass das Gebet von Psalmengesang begleitet wurde, oder dass GjJ.voi das Gebet seil »•st bezeichnen, Beides ist unwahrseheinlieh Es scheint vielmehr, dass sieh ursprünglich Vers 30 an 23 anschloss und das Gebet cingeschoben ist. Hierdurch erklärt sich auch, was Grimm hiezu bemerkt, dass diese Stelle den einzigen Fall einer von öffentlichem feierlichem Gebet begleiteten ()pferhandlung darln’etet; wir sehen nämlich, dass, obgleich wfi1־ auch in der jüdisch-hellenistischen Litteratur solchen emgesehobenen (jebeUm, und auch Priestern in den Mund gelegt, begegnen (11. Makkab. 3, IT), III. Makkab. 2, 1—20; 0, 2 15־), an Ausnahmen nicht, ohne Weiteres zu glauben ist. Nun tritt• zu der genannten Schwierigkeit noch eine andere hinzu: es heisst nämlich in Vers 23: ״Jonathan fing an und die Ucbrigen stimmten laut ein־־, was man sich bei einem Gebete nur schwer verstellen kann. Die Ausleser verweisen uns auf Judith 10, 1 za! 10ל>לס1י' T/jv ££0!j.0X0yy;׳7׳.v 7a׳j- 77־■ v £v 7:av7! Jlr7part>. za! fjxspzvotvzi ~ac; K Xaog 7r(v alvscriv 7a׳J- 7r,v; da ist jedoch von einem Dankpsalm die Ked<\ der vorgetragen wird, und die Stelle kann nicht als Parallele dienen. Ebenso dürfte cs in Antkpiit VIII, 4, 4 sein, 6 fizviAeijz suAoysvv T£ Y(pcaT0 za! 70 t:at,D־oc 7a׳j70 7apocp,a1). Es folgt hieraus, dass dieser Theil in Vers 23 nicht zu dem ersten Satz(' desselben passt und gleichfalls zu dem emgesehobenen Stücke ^־eln’irt, wofür besonders die durch nichts gcrcchtfertigte Wiederholung von 01 tspsTc; spricht2)• Beaelitung ,vordient noch die Kleidung in 1, 30, dass die Psalmen heim Opfer von Priestern gesungen wurden Es empfiehlt sieh natürlich als das Einfachste, an Stelle derselben die Leviten zu setzen, wie es Brüllג) gethan, indem er hier die Verkennung des hebräischen Originals von Seiten des Uebersetzers annahm. Doch berechtigt der Widerspruch gegen den palästinischen Brauch in einem hellenistischen Berichte, wenn nicht auch andere Gründe vorhanden sind, noch nicht zur Aeudcrung des Wortlautes. Wir finden auch in Antiquit. VIII, 4, 1 in der Schilderung des Festzuges bei der Ueber- *) Unsere Stelle entspricht Ksra 3, 11 wo von den Leviten gesagt wird, ויעגו בהלל ובהורות ליי כי לעולם חסדו . ... וכל העם הריעו תרועה גדולה בהדר דלי dass sie ein Danklied austimmen und das Volk mit einem Ausruf des Jubels einfällt. ״) Genau so, wie oben in 1, 12. Auch gk Nee|jwav ist schwierig und dürfte von einem Leser herrühren, der hier die Erwähnung Xohemi&’a vermisste, a) Jahrbücher für jüdische Geschichte VIII, Seite 31 ff.

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