Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 534 (sequence 6)
- Language
- German
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534 Ibis Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Aegypten. richtes, den er hier ohne erhebliche Aenderuiigcn für sein»; Zweck(,* ungestaltet hat, zu ermitteln, nachdem wir wissen, dass (»s die Könige der Perser als PHicht angesehen haben, dort, wo Xaphtaquellen <40l’u 11 den wurden, Tempel dos heiligen Feuers zu errichten1), da es seheint mir, dass dem Verfasser (*ine Beschreibung des Festes vorlag, das die Perser, hei der Entdeckung־ einer Xaphtaquelle und der ersten Verwendung des heiligen( )des zu< >ן»fern feierten, und dass er dieselbe sammt und sonders herübernahm. Die Bezeichnung d<*s Tempelweihefestes in 1, LS als di(* 'Lage 700 7:0:0c, die, im überwindliehe Schwierigkeiten darbietet, hat er gleichfalls herübergenommen, (dun* zu bedenken, dass sie in di(* Erzählung mit dem geringen jüdischen Anstrich nicht passt. Die auch von Keil angeführt(* Mittheiiung Strabo’s (XVI, 738), zzz\ vApjirJ).a V: 107־t xai Ar, 0.7; 7p »la; 7:0A»g* eTvFr, 700 vaoD a Tr^yr, xal 7a 70pa xal 70 Tyg’Avaia:lscov, in der cim* berühmte Xaphtaquelle, Feuer und (*in Ileiligthuni der Anaia neben einander genannt werden, führt mich auf die Vermuthung, dass unser Verfasser seine Geschichte über das Fest des heiligen Feuers aus derselben Vorlage genommen hat'-), der er den. Bericht über di(* Plünderung des Heiligtlmms der Nanüa entlehnt hat, somit wahrscheinlich Polybius, der im seihen Zusammenhänge die Verehrung der Xaphtaquelleu bei den Persern geschildert haben kann. Was nun noch einzelne Punkt(* der Erzählung betritft, so ist auch hier auf einige störende Schwierigkeiten im Wortlaute hinzuweisen. In 1, 30 heisst es: ol 3לי Upsig s7> s׳j>a).A0v 700g oavoog; das Verbum £7:eL>aAA0> bedeutet ,zu Etwas singen‘, wie in ähnlichem Zusammenhänge in Antiquit. IX, 11, 3 •4a\ ol asv £00־ov 7e xal (VA0xa׳j700v, ol fts As׳jt7a1 0כ*ד- £770)£C SV XOXAO), [J.S7ic 7U)7 U.007LXdW f,h0V OO.VOOg SLg 70V 0־S׳!׳V 7d\ siaA/.ov, ol Sb ).017:01 iepslg Vjxavag sjrov7sg s7:soaA׳r:^ov 70~g 6!j.v(0Soo7׳l das von den Priestern gebrauchte £7:10 2£0:7.ל) <lie Begleitung des levitisehen Gesanges mit Trompetenstössen. Was hier mit Gesang begleitet wird, ist nicht ganz klar; sonst sind es Opferhandlungen, während deren die Tempelsänger Psalmen vortragen, hier aber geht der Meldung über den Gesang der Lieder unmittelbar ein längeres Gebet voran, so dass ,ö man bei dem Verfasser die Vorstellung annehmen *) Siehe die Zusammenstellung bei Justi, Geschichte des alten Persiens, Seite 78. 3) Vgl. Trjpa in 1, 22 mit der Meldung Strabo’s.