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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 12 · p. Seite 533

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 12
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 533 (sequence 5)
Language
German
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1 >am Sendschreiben der Jerusalemer an die .luden in Aegypten. 533 dass auch bei der makkabäischen Tcmpehveihe Reste des heiligon Feuers aufgefunden wurden. Ks scheint vielmehr dies(‘׳ Erzählung (‘iner zusammenhängenden IBeweisführung mit dem < legeustande anzugehören, wie (Jett unter Nehemias dem Tempel seine Gnade erwies und (li(! persischen Könige demselben ebenfalls besonder(1 Aufmerksamkeit xuwandten. Wenn man annelnncn dürfte, dass sieh dies!‘ Geschichte in Mitten ahnlichcr Mittheilungon!»(‘fand, wie׳ sie der Bericht des Josophus über NVhemias enthalt, 'so könnte dieselbe als Bestandteil einer die Gewalttaten der »Samaritaner ))(‘handelnden Schrift angesehen werden, in welcher besonders der Ruhm Xehemias’, die Zustimmung Gottes zu seinem gegen die Ränke der Samaritaner gerichteten Vorgehen und die Anerkennung des jerusatemisehen Tempels von Seiten (hu* persischen Könige nachdrücklich betont wurde1). Was aber den Stotf betrifft, aus welchem der Verfasser diese Erzählung gestalt,(‘!(', so muss in Kürze Folgendes bemerkt, werden. Schon bei fliiehtigern Lesen derselben muss di(‘ für den Darsteller einer jüdischen Tempel- oder Mauerweihe sehr auffallende Art, wie. er das heilige Feuer sich erhalten lässt, befremden; nicht minder di(! Entzündung des Wassers auf dem Altäre, die wohl in einer Beziehung mit 1 Kon. LS, 38 Aelmlichkeit hat, doch in der Hauptsache völlig verschieden ist. Es unterliegt keinem Zweitel, dass er bei seiner Darstellung an Erdöl gedacht hat, und schon dieser Umstand lässt vermuthen, dass er den Grundgedanken seines Berichtes einem fremden Vorstellungskreise entlehnt hat. Nun meldet er noch in 1, 34, dass der Körnig der Perser den Ort, an dem das Feuerwasser gefunden wurde, ilmzäunen liess; das giebt einen Fingerzeig, in welchem Kreise wir nach der (Quelle zu suchen haben. Schon Wernsdorf verweist darauf, dass auch Griechen und Römer Ort(*, die durch göttliche Zeichen verherrlicht wurden, durch Umfriedung als heilig zu bezeichneu pflegten. Da aber der Fundort als Nettar bezeichnet wird, wo es trotz der vielfachen Schwankungen der Lesearten feststeht, dass das Wort Nnphta birgt, so wird es klar, dass der Verfasser seinen hier verarbeiteten Stoff einer Quelle über persische Xaphtaquellen entlehnt hat‘2). Es wäre nicht schwer, den Inhalt, ja vielleicht sogar den Wortlaut des Bel) Rh soll dieses i!1 einem andern Zusammenhänge ausführlich dargelegt werden. Vgl. Grimm, Beite 47 und Keil, Seite 204 ff.

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