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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 12 · p. Seite 532

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 12
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 532 (sequence 4)
Language
German
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532 l>as Kendsclireiben der .Icrusalemer au die .luden in Aegypten. Einwcihungsfcst des Xohemius hinzuweisen und in den Brief, der die acgyptischen .Juden zur Feier des am Hi). Kislcw heginnenden makkabäisehen Tempelweihefestes autfonlert, diese Erzählung einzusehalten 1). Soweit sieh diese mit den nur kurzen und dürftigen MittheUungen des Josephus deckt, ist sie auch in ihrem Xeheinias betreffenden ,]'heile verständlich; schwierig hleiht aber noch immer, dass der Verfasser annahm, «lass das heilige Feuer bis zum Auftreten Nehemias* verborgen blieb, die < >pfer während der vielen Jahrzehnte seit der Errichtung des Abares unter Serubabel dagegen ohne dieses dargebraeht wurden. Vergleicht man jedoch das liier hesehriehene Feuer mit drin, welches bei der Einweihung der Stiftshütte in Levit. (.) und liei der des salomonischen Tempels in II. Chrom 7,1 die Anwesenheit Gottes offenbarte, so muss man es auffallend linden, dass die Einweihung des zweiten Tempels von einem auf ganz natürliche Weise entzündeten Feuer vollzogen worden sein soll, während inan, besonders in einer apokrvphischen Schrift, dasselbe erwartet, was die Bibel vom ersten 1 loiligthum(* berichtet Es scheint mir daher auch aus diesem (»runde, dass der Verfasser unserer Erzählung einen Bericht voraussetzt, laut welchem auch bei der Tc t י י! Serubabcls Feuer vom Himmel fiel, während liier, wo es sich nur um die Mauer ,und die. nur nebensächliehe Ausgestaltung des Heiligthums und Altares handelt, auf weniger wunderbare Weise die Sonne, das Feuerwasser entzündet. Was dem Zweck dieser ganzen Geschichte nnbelangt, so kann derselbe keinesfalls im Nachweise dessen bestehen, dass der zweite Tempel des heiligen Feuers nicht entbehrte, denn da hätte die, Bemerkung nicht fehlem dürfen, dass dasseihe seit jener Zeit nicht aufhörte, wie* sie, Josippon hat. Auch darf die Kraftlosigkeit dieses hier angenommenen Nach־ weises gegenüber der Thatsache nicht ausser Acht gelassen werden, dass das Feuer während der syrischen Y erfolgungszeit ohne Zweifel erlosch, und es hätte gesagt werden müssen, M Auch l.äl, wo berichtet wird, dass Xeheinias das übriggobliebcne Wasser auf grössere Steine ausgiesson Hess, ist aus der Deutung aut die Einweihung der Mauer zu erklären. Nachdem nämlich das Wasser auf das Opfer der Einweihung gegossen worden war, folgte die Einweihung der Mauer und da diese nicht ganz begossen werden konnte, liess Nehemias nur grössere Stoine der Mauer begiesson, und auch da entzündete sich die weihende Flamme, die mit der des Altares sich vereinte uud dauu in ihr aufging. 669374

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