Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Judenlandtage in Hessen-Cassel
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 520 (sequence 16)
- Language
- German
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520 hi«‘ .fmljM11j1.mil;»>;«' in 11 «,nn'Mi-Cjins»* I. geschnittenen Kh'hlern, mit kleinen Schürzen zu gvhen, sich zu schminken u. s w. Diusu Vcronlnung wurdt* in allen Synagogen des Landes v<*r«>llent lieht, /[«*d«* llehert retung auch nur des geringsten ,riieiles «!«‘!,selben, wurde mit derStraic des grossen Bannes und einer bedeutenden (ieldstrate belegt, für eine einmalige Zuwiderhamllung war 10 CiL für eine wiederholte 2f> (1ll., für di«‘ l >ri 1 t«>;>0 ( ,tl. St rate festgesetzt, und im ganzen Land«‘ sollte der Name der Widerstrebend«*!!, als einer tVeeluui Frau, publicirt werden. 1 hiss «las schone GVsehh'cht von diesen Luxus־G«*sctzcn niebt s«*br erbaut׳ war und «1s auch verstand, tli«‘ Männer zum Wi«le!*stan«l g«‘geu dies(db«׳n zu v«‘]’anlass«*n, bisst sieb leicht vorstell«*n. Selion im niiehsten .lalir«* sahen sieh Uabbiner und Vorsteher deshalb zu einer Mihho'ung dies«•!’ Frankges«*t׳/.«* wranhisst. Loch auch «lies«‘ neu«‘ i. d. 1710 vor- «dientlichte Luxus-Wrordnung ist nach uns«Ten Ansehauungvn «*in«* so scharte, «hiss «ii«* Ihumm uns«‘1’«*r Zeit sieh auch dies«* sehw«*rlieh gefallen lass«‘!! würden. Spitz«*n und l kunastsfotle «liirten nieht. flmurer als 1 Tbl. 4 ggr. «Ii«* Kilo sein. Samiimtkb־i«ler und Sainmetmützen dürfen nur au Sabbatbeu und F1*i«*r--« tag«*n, bei 1 [oelizeiten und Bosch mbdungvn getrage.n w«*1־d«*n u. s. w.: den jungen Mäihdien wenigstens wird in «li<*s«‘1* Veroi־«lnuug ein \Y«*it grösserer Spielraum g«dasseu als <l«*u ver Indratluden Fraium. Wie «i«*m Kleiilertuxus, so sucht«‘ man auch der Versedi w«*n«lu ng bei Last mäh lern und sonstigen G«*i«*g«,nh<*it1*n enlgvgou zu fret«*n. Mauelm 1111s1‘1־er (i«‘gvnd eigenthümlielu« (!«*bräueli«*, d«*ne11 11«‘111<r v«m Publicum vielfach ivligiüse Molive unhTsUdlt wer<l«m. 11al)«.*n ih1*«*u eig«*ut1 iclhmi Ursprung in einer vor Jahrhu1ul«Tt«m zur Steuer «ler V«*rsehw«*mlung und <l«*r Ueppigkeit «*rgangeuen Landtags-Verfügung. Im Jahr«* 1000 verordnet«‘ dieselbe, «lass «las S«dtens des Bräutigams an seinem Hochzeitstage bis dahin üblich«* Verschenken von Schuhen an ein«*. Anzahl s«*iner Verwandten zu beschränken sei und dass er nur seiner Braut Schuhe uml Pantolleln kauten dürfe, und heute noch hat in Messen j«*der Briiut.igum die vermeintlich relgiösc V«*rpliie.htung seiner Braut, am Hochzeitstage ein Paar •Sehuhe als r':'*2D überreichen zu lassen. In demselben Jahr«‘ vi.mbot der ]Landtag die fernere Verthei hing von Kuütsch und Confeet an die Gäste bei Hochzeit־»׳ und Beschneidungsfesten, nur Branntwein mit Zucker und Honigkuchen sollte׳ «lern Eingeladenen ge-