Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 499 (sequence 19)
- Language
- German
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Das Sondsclircibon der Jorusaloruer an die Juden in A0Ry]1te499 .״ die I «!egende von der 1 »<־^11111';^יוי der Bimdeslade au eh in anderen Bearbeitungen, als die des II. Makkabäerbuohes, vorhegt, diu jedenfalls so viel beweisen, dass es neben diesem auch andere Ueberliefermigcn über denselben Gegenstand gilb. [n (erster Reihe ist Eupolemos ו) zu vergleichen, der von II. Makkab. 2, 1 — S unabhängig mehlet, .Jeremias habe, als Nebuka« Inez ar aus (bau Tempel in Jerusalem Alles nach Babylonien mitnahm, die Lade und die Tafeln zuriiekbehaltun; dann die Vitae prophetnrum des Useudo-Kpiphanius-) wo — um nur zwei ab- ■weichende Einzelheiten zu nennen, — bloss die Bundeslade von Jeremias verborgen wird und an Stelle der Weissagung in 2,7 Moses und Ahron zur Zeit der Auferstehung ־״(‘setzt 1werden;i). Und selbst wenn ■es erwiesen wäre, dass die Abschnitte bei Josippon, welche die in den Apokryphen 1mtl1alte.no Geschio-hto bearbeiten, nicht dem ursprünglichen Werke des ersten Verfassers angeboren4), so ändert dieser Thatbestand an der 'Sache nichts, denn auch solche Theile dos Buches, die. nicht von diesem seihst herrühren, müssen auf Quellen zurüekgelien, und es ist, ja nicht ausgeschlossen, dass die als■ spätere Zuthaten erwiesenen Erzählungen älter sind, als d**r Grundstock des Josijipon selbst, Jedenfalls aber sehen wir, dass der Verfasser der obigen Darstellung sieh Esra und Nehomhi neben Scnihabel dachte, diesen ganz in den Hintergrund drängte, um Esra allein an Stelle des in 11. Makkab 1,19—86 wirkenden Nehemias handeln zu lassen״'־). Und so wäre, es nicht unmöglich, dass der Verfasser von II. Makkab. 1, 19—86 sieb Nehemias als den Erbauer des Tempels dachte. Dieser den Verstoss erklärenden Annahme, widerstreitet jedoch der Umstand, dass nichts die Uebertragung der ausdriicklich ׳von Serubabel berichteten Erbauung und Einrichtung 9 Hei Eusebius, Fraeparafio Kvangelica IX. 89, 454 d. siehe Freudeut.hal, Hellenistische Studien 1, Seite 250 und weiter unten. ־) Siehe bei Nestle. Marginalien und Materialien. 9 Vgl. Fabricius, Codex pseudop. V. T. Seite 1112, Note überSyukcllos. 9 Siehe Wellhauson. der arabische Josepos, Seite 5 IV. ftV Ausser der jüdischen Tradition, die sich diese Männer gleichfalls als Zeitgenossen daehi.0 (vgl. Seder olam r. Cap. 29 und Kätner in seiner Ausgabe desselben I Seite OH, und z. 15. den Ans]mich R, «lochanans über Esra in Midi*. Cant. 7. zu 5,8), ist auch das christliche Adambuch zu nennen, bei Dillmarm Seite 181 Malan 190 und 198, wo Esra unmittoll »ar nach der Rückkehr der ,Juden aus dem Exilo unter Serubabel und .losua in das Gewölbe dos Tempels tritt, wo sieb die vom Priester Simon verbogene Asche der Schriften und das Rauchgcfass mit Feuer gefüllt befand. Vgl. auch noch Esra 3,1: Ego Salathiel qui et Esoras. 32*