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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 11 · p. Seite 500

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 11
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 500 (sequence 20)
Language
German
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500 Pün Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Aegypten. auf Nchemias rechtfertigt, seihst wenn sie dein Verfasser als Zeitgenossen galten, denn er hatte Nchemias höchstens liehen Serubahel nennen dürfen1). Nun lässt sich aber auch noch mit Wahrscheinlichkeit erweisen,, dass er sieh die beiden gar nicht als gleichzeitig wirkend gedacht habe, wodurch der bisher vorgetragenen Erklärung die Grundlage entzogen ist; denn in 1,20 werden bei der hier beschriebenen Auffindung des heiligen Feuers gewiss mit ]lodacht die Nachkommen der Priester, die das Feuer bei der Zerstörung Jerusalems vorborgen hatten, nicht deren Söhne als mitwirkend vorgeführt, während in Esra 11,12 bei der Einweihung des zweiten Tempels viele P1־icst<u*, dio noch das frühere Heiligthum gekannt, anwesend sind. Es dürften sonach vom Tode dieser Priester an mindestens zwei Geschlechter vergangen sein, womit auch die nur nebenher gemachte llemerkung übereinstimmt, dass seit der Verbergung des Feuers viele Jahre veriiossen sind, während in Jerem. 25,12, Zachar. 1,12, Daniel’ 9,2 und 11. Chrom;10,21 dies Zahl (hu* Jahre des Exils bis Serubahel genau mit 70 angegeben wird. Der Verfasser verlegt somit die von ihm geschilderte Handlung in eine Zeit, die von der Sevubabels durch mehrere Jahrzehnte getrennt ist, so dass wir wieder vor derselben Schwierigkeit stehen, wie zu Anfang, und der Verstoss sieh in gleicher Grösse zeigt, indem der viele Jahre nach Serubahel lebende Xehemias als Erbauer des Tempels und Altares dargestellt wird. Prüfer! wir genau den Wortlaut dieser Meldung, vorlüuiig ohne Rücksicht auf den einleitenden Vers 1,18, da derselbe vom Urheber der Compitation herzurühren scheint. Da finden wir in 1, 10—;10 nichts, was auf den Hau des Heiligthums und des Altares und auf deren Einweihung hinwiesen und nur die durch einen Sonnenstrahl bewirkte Entzündung des wunderbaren Feuerwassers, die nur entfernt an Levitic. 9,24 und II. Chrom 7,1 erinnert, lässt •eine Einweihung des Tempels voraussetzen. In Vers 33 hören wir auch nur, dass Nchemias und seine Leute das Opfer mit dem heiligen Wasser gereicht haben, ohne dass jenes als das der Tempel weihe bezeichnet würde. Andererseits vermissen wir hier jede Spur der in Neheim 12, 27—43 weitläufig־ beschriebenen Einweihung der von Nehemias erbauten Stadtmauer; sollte nicht irgend welcher Zusammenhang zwischen unserer Erzählung und jenem Abschnitte obwalten? (,Fortsetzung folgt) *) Wie das Buch Adam Kara durchgehend« neben Serubahel neunt.

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