Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 498 (sequence 18)
- Language
- German
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498 Pan ScmlHchreiben der .]«•ninalenier an die .luden i!1 Aegypten 01• ging aus dom Lager, und es ielften ihm alle Aeltesten, und siehe, unter der Mauer befand sieh eine Grube, auf derselben ein grosser Stein, verklebt mit Mörtel. Sie entfernten den Mörtel, wälzten den Stein von der Oetfnung der (halbe und sahen öliges Wasser, dielit. wii* Honig und kehrten zurück und berichteten es dom Esra. 1 >u begab sieh dieser zur Grube und sprach zu den Priestern: ,Steiget ihr in die Grube hinab, nehmt Wasser mit eueren Händen, kein Xiehtpriester berühre es, nur die Priester aus dem Samen Alirous, des Priesters‘. Sie stiegen hinab, nahmen mit ihren Händen vom Wasser, begaben sieh zum Tempel und sprengten das Wasser auf den Altar über das Holz. Da entzündete sieh plötzlich ein furchtbar-mächtiges Feuer, die, Flamme wuchs, das Feuer zehrte immer weiter, indem es immer stärker wurde, sodass die Priester Hohen, da sie wegen des Feuers nicht bleiben konnten; denn es verzehrte das Opfer und das Holz, zog durch das ganz(‘ Haus, di!‘ Oerätho und den Tempel reinigend. Dann horte es im Hause auf und blieb nur nach Vorschrift auf de.m Altäre zurück. Seither legte man kein Holz auf dasselbe und es!)lieb als beständiges Feuer bis zur zweiten Zerstörung. Die Buudcsln^lc war nicht vorhanden, denn der Prophet Jeremias hatte sie ‘mit allen Teppichen, die Moses in der Wüste angefertigt hatte, genommen! und auf den Berg Xebo gebracht, wo er eine Höhle fand, in die er sie legte. Da liefen die Priester dem Propheten nach, um den Ort zu kennen; als aber Jeremias sieb umsah und sie erblickte, zürnte er und schwur, Xiemand wird den Ort keimen, so lange ich und Elia, der Diener Gottes, nicht erschienen; dann werden wir die Lade an ihren Ort bringend“ Scheidet, inan das Gebet' und all’ das ans, was als die Ausmalung des redseligen Bearbeiters betrachtet, werden kann, so gewinnt mau di«' Haupt,züge der in II. Makkab. 1, 1.9 — 3f) befindlichen Erzählung und wird durch die Übereinstimmung vieler Einzelnheithn zu der Annnlpue geführt, Josippon habe diese als (Quelle benützt.. Dafür spricht ausser der gleichen Abfolge der dargesteilten Handlungen innerhalb der Geschichte besonders der Umstand, dass Josippon genau so, wie das II. Makkabüerbueh, hierauf die Bergung der Lade durch Jeiemias beschreibt. Trotz dieser entscheidenden Merkmale der Entlehnung bei Josippon kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass das von ihm allein gebotene Material nicht ganz auf der Ausmalung des im IL Makkabäerbuche Vorgefundenen Stoffes beruhen kann, um so weniger als uns