Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 494 (sequence 14)
- Language
- German
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41) l 8׳*ndsohreil>en 11 er .lerusnlriner an tli»* Juden in Aegypten. Zeichnung dos Tempolwoihofestos in den parallelen Besehrci- Innigen .sich nicht findet und nur durch den Bericht von der Auffindung des Feuers einen Sinn gewinnt, halte ich es liir wahrscheinlicher. dass auch z'jzic zu dem Einschiebsel ־ )•;י hört 1). Wir haben es somit auch hier mit einer ursprünglich selbstständigen Erzählung zu thun, deren Anfang vielleicht in Vers 1, IS erhalten ist, und, aus dem hier aufgenommencii Wortlaute zu schliessen, folgondcrmassen ge. lautet haben dürfte: ״Als Neliemias das 1 leiligtlmm und den Altar erbaute und Opfer (larbrachte, wurde das heilig!‘ Feuer gefunden“; den Schluss derselben mag 1, Hü gebildet haben, doch setzt sie einen vorangegangenen ]b*richt über die Bewegung desselben Feuers voraus. Jedenfalls müssen wir die ganz!‘ Geschichte als eine völlig selbstständige behandeln und als ein Ganzes untersuchen. Di!‘ Darstellung der zu Grunde liegenden Vorgänge im Oanzen, wie auch mehrere Einzelheiten besonders, stehen mit der (leschichte, wie sie uns im kanonischen Esrahuehe überliefert ist und auch dem apokrvphi sehen Esra Vorgelegen hat, in Widerspruch. Die. Untersuchung desselben einfach abzuleimen oder die Erzählung als (,ine Fälschung nicht der Prüfung zu würdigen, ist wohl be<[uem. doch, wie mich dünkt, seihst bei durchaus sagenhaften Schilderungen, die gleichfalls zum Verständnisse eines bestimmten Litteratnrzweiges dien!‘!), nicht statthaft. Umsomehr ist die Behandlung der hier gebotenen Einzelheiten am Platze, da wir es hier mit einem keineswegs unwissenden Fälscher zu thun haben. Denn wer das Bedürfniss empfindet, die biblische Geschichte. wem! auch in der willkürlichsten W eise mit seinen (ieisteserzeugnissen zu ergänzen oder ihren Stoff frei zu bearbeiten, der dürfte wohl den betreÜenden Theil der Bibel oder eines Auszuges aus derselben aufmerksam gelesen haben. Demi entweder hat er die Anregung zu einer solchen Dichtung selbst, von der Bibel empfangen, oder die Einkleidung des von anderwärts geholten Gedankens aus dom Stolle dm* biblischen Erzählung geschaffen. Denn er wenn, «lass das Feuer auf denn Brandopferaltare!)rannte, dass nur die Priester cs handhaben durften, die *) Das Einschieben dieser umfangreichen Erzählung hatte es wahrseheiulieh zur Folge, dass das jetzt fehlende r,|A£pac ausficl. ßruston in Stado’s Zeitschrift. 1800, Seite 110, Note 1 meint, es sei mit einigen Codd. wegzulassen und axTjVOKT^׳{«? als Accus, pluralis zu nehmen: biogegeu sprechen jedoch die oben angeführten Parallolborichto und auch der Umstand, dass auch rcupoc den Artikel hat.