Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 492 (sequence 12)
- Language
- German
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492 Ba-s Sendschreiben dor .Jcrnsaleimjr an die Juden in Ae^vjdcn. züge des Jerusalem isehcn Tempels und die Kechtfertiguug seiner nur augenblicklichen Mündel.!!nwlinson (1 >ei Ware II,;>19־ und;>;>lj. der das ganze Schreiben ebenfalls als (*in einhriflielies, aber gefälschtes bezeichnet, das der V• rfasser d(*s II Makkabäcrbuehcs wahrscheinlich meinem ägv|;t'schcn Archiv vorgefunden hat, ־/,erlebt!»s j!! sechs Theilo, ohne aber darzulegen, wie nach seiner Ansieht die Zusammen־ Setzung der innrrlieh nicht zusammenhängenden Stücke von Seit(*u d<*s Verfassers erfolgt ist. Sind diese wirklich planmassig an einander gefügt, und ist der sie zur Einheit verbindende (»edanke nur auf der Oberfläche nicht zu scheu, oder sind sie etwa, wie. zuin Beispiel das apokrvphische Esnibueh, das Ergehniss gedankenlos**!״ Aneinanderreihung, di** von dem Streben gefördert wurde, alles auf eitlen Vorgang Bezügliche zu vereinen, oder um noch **im* Möglichkcit zu nennen, — hat der ldosse Zufall sie zusammen־ getragen? Wenn auf diese, wie. ich glaube, berechtigten Fragen eine Antwort überhaupt erzielt werden soll, so muss vor allem di(* so beliebte und be<|Ueme Bezeichnung: ..Fäh schung*‘ für diesen Brief, wie auch für andere. Eittrraturerzeugnisse ähnlicher Natur, unterlassen werden. Denn matt glaubt mit diesem *‘inen Worte alb Fragen nach Stotf und Inhalt, nach Zweck und Entstehung erledigt zu haben, hat aber in Wahrheit auch nicht das Mindeste erklärt:. Dnscre bisherige l mtersuchimg über den lh־i<־f hat, wie mir scheint, gezeigt, dass die Fälschung in diesem Falle in der Hin־ fügung fremden, aber werthvollen Stotles in (*inen unpassenden Zusammenhang bestand, dass aber der Stoff an sich besondere Aufmerksamkeit, verdient. Fragen wir, wie heim Bericlite von Antiochus, aueli betreffs des von der Auffindung des heiligen Feuers nach dem Zu‘־ sani menhange zwischen dieser Erzählung und dem Briefe an die «luden in Aegypten, so erhalten wir auch hie!־ keine he־ friedigende Antwort Denn sollte mit dieser (.»(*schichte, wie vielfach angegeben wird, von »Seiten der Jerusalemer nach־ gewiesen oder betont werde», dass der Tag der makkabäisehen Tompelweihe zugleich (.*in Krinnermigstag an die Wiederauffindung des heiligen Feuers sei, so hätte diese Absicht in mindestens Kincm kurzen Satze angedeutet werden müssen, während die Erzählung nichts dergleichen enthält. Auch hätte der die Hauptgedanken nochmals zusammen־ fassende Schlusssatz des Briefes in 2,1(), •der mit 1, 18 fast wörtlich übercinstiumit und den Zweck des Sendschreibens