Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 489 (sequence 9)
- Language
- German
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Da« ►Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Aogypten. 489 aiisgeliefcrt• hat“ doutlich zeigt, das hervorstechendste Beispiel aus der Geschichte des Königs Antioehus anführen, welches das Ende eines Tempelräubers darstellt. Ks liegt hierbei die Annahme nicht fern, dass er in diesem Berichte seiner Vorlage die Beschreibung vom Untergänge des Antioehus selbst zu haben glaubte, weshalb er denselben olme besondere. Einleitung aufnahm, oder ihn so nuszog, dass er erst in seiner Darstellung die zweideutige 'Gestalt erhielt. Dagegen ist es schwer anzugeben, in welchem Zusammenhänge diese Erzählung mit dem Briefe, dessen Bestandteil sie bildet, steht. Derselben geht folgende Einleitung voraus (Vers 11): ״Von Gott aus grossen Gefahren errettet, danken wir ihm höchlich, wie diejenigen, die gegen den König gekämpft habe»*); denn er selbst hat di('׳ in der heiligen Stadt Streitenden ausgetriebeu*, und hierauf wird ohne, ](‘׳den Uebergang der Kaub im Tempel der Nanäa berichtet. Man fragt sieb, welchen Satzteil des voraufgehenden Verses dies(‘. Geschichte he־ gründen oder erläutern will, ja an welches Wort sie überhaupt anknüpftV Denn die Mitteilung des Briefschreibers, dass Gott selbst die in der heiligen Stadt Streitenden weggefegt hat, lässt nur eine Meldung über die Vertreibung der Syrer aus Jerusalem, nicht aber aus dem Heiligtum der Nanäa erwarten. Der Schlusssatz in Vers 17, dm* von einer Auslieferung der Frevler überhaupt spricht, nicht aber von denen, die an dem Heiligtum in Jerusalem frevelten, macht allerdings den Eindruck, als ob es dem Verfasser des Schreibens um die Darstellung dessen zu tun wäre, dass Antioehus und seine Feldherren den Frevel am ,Tempel der Juden bei der Plünderung des Heiligtums der Nanäa gehüsst habe!». Doch entspricht diesem Eindrücke der die Erzählung einleitende Satz nicht, in welchem es hätte heissen müssen, dass die Juden für die Vernichtung des Königs, nicht aber für die Errettung aus grossen Gefahren Gott danken. Wir vermissen aber gerade das fiir dies(‘ Auffassung bedeutsame Wort und trotzdem verbindet ein durch nichts gerechtfertigtes y«p Vers 12 und 13 die Sätze mit (*inander, deren Zusammenhang flieht zu erkennen ist Nun kommt noch hinzu, dass auch Vers 12, der die Hinwegspülung der in der heiligen Stadt Streitenden meldet, weder im Briefe selbst bestätigt, ja *) Die verschiedenen Deutungen der Ausleger können du« neben &C nicht befriedigend erklären; sollte der Fehler, den inan in der Endung des Participiums gesucht und verbessert hat, nicht in zu suchen sein? Vielleicht ist uu Steile desselben einfach 01 zu setzen.