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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 11 · p. Seite 488

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 11
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 488 (sequence 8)
Language
German
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488 Das »Sendschreiben der Jerusalemer;m <lio .Juden in Aegypten. Nanäa erwähnt wird, so ist zunächst zu bemerken, dass dieses auch von der Duma gilt, deren lleiligthuin in Ilierapolis GraniusLicnnanus ausdrücklich nennt, und dass übrigens nichts der Identificirung beider Göttermmien im Wege stelltJ). Denn wie wellig man aut* die Wiedergabe der persischen Xamen bei de.n griechischen und römischen Schriftstellern bauen darf, erhellt am deutlichstem daraus, dass der von Antiochus in Elymais geplünderte Tempel von INdybius als der Artemis, und von A]»|)ian als der Aphrodite gehörig bezeichnet wird, während Hieronymus im Xamen des Porphyrius Diana nennt Wir hören nur, dass in Ilierapolis die syrische Göttin Atargatis verehrt wurde (Strabo XV1, 7 IS), und dass dieselbe grosse Schätze besnss, die (,rassus plünderte (Plutareh, Crassus § 17; Dio (Jassius 40, 12, 13). Und aueh die nielit wenigen Ueberlieferungen über die persische Göttin Analitis2), mit der die Ausleger die hier genannte Xanäa identiticiren'•*), gedenken der Stadt Ilierapolis im Zusammenhänge mit derselben nicht, was aber keineswegs gegen die Berechtigung, die beiden Berichte in IL Makkab. 1, 18 und bei Granius Lieinianus aut’ ein und dasselbe Ereigniss zu beziehen, spricht. Dieselben ergänzen einander sehr gut, indem der letztere das Gastmahl sehildert, das zur Verehelichung des Königs Antioehus mit der Göttin Xaniia veranstaltet wurde, und bei welehem dieser die׳ Sehätze des Tempels sieh aneignet, während der Verfasser der Schilderung in 11 Makkab. 1, 13 den Körnig und sein Mahl völlig ausser Acht lässt und seine Aufmerksamkeit, dem Feldherrn zuwendet, der während des Mahles im llciligthum ersehlagen wird. Nachdem wir den aus dem einfachen Wortlaute sieb ergebenden Sinn dieser Mittheilung erkannt haben, ist die Frage zu erörtern, wie dieselbe in das Schreiben der Jerusalemer an die Juden in Aegypten gehört, da sie, wie es scheint, einer den Zug des Königs Antiochus nach Persien behandelnden umfangreicheren .Schilderung entlehnt ist. Unser Erzähler wollte otieubar, wie les der auf die Erzählung unmittelbar folgende Satz, ״Gepriesen sei unser Gott, der die Frevler *) .Siche Tiolo, Geschieht o d«*r Religion. Seite 247 u. Tlieol. Literaturzeitnng 1807 Seite 204. v) .Siehe die Zusammenstellung bei Wiiulischmaun in den Ab- Handlungen der bavor. Akademie V1.I l, I8i>6 und bei Paulv ־ WisNowa. I, 2030 lf.;י) Siehe Grimm zu II Makkab. 1. 13 und Itawlinson; dagegen Windischinann a. a. Ö. Seite 107 tf und 121; Eduard Meyer in RoeticHer’s Lexicon der Mythologie I, Seite 333.

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