Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 484 (sequence 4)
- Language
- German
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484־ Ha8 Sendschreiben der Jerusalemer au die Juden in Aegypten, schlossen, ohne־• zu bedenken, dass derselben die ausdrück״ liehe Nennung• der Uottheit in den Berichten über Antioelms den (»ressen und die ebenso deutliche Angabe in II Makkah. 1• 18— 16, die verschieden lauten, entgegensteht. Demi Strahn XVI, 744, Diodor XXIX, lb und Justin XXX11, 2 nennen übereinstimmend den Tempel des Hel, eines mannliehen Gottes, und da selu*int mir doch eine Verwechslung ausgeschlossen. Liegt es nicht viel näher, anzunchnicu, dass unser Brief von einem andern Pliindernngsversuehc des Antioelms Epiphanes handelt, als Polyhiiis und seine Naehfolger? Hat ja dieser König mehr als (‘in Heiligthmn seiner Schätze h(*rauht, was nicht nur Polybius XXXI, 4 U.co'j'j/.r/.si bk xa\ tj.vjj-v. T(0v Updiv bezeugt, sondern auch das bereits angeführte Bruchstück des Granius Lieinianus, das von einem Tempelraube in Ilierapolis unter gleichen Umstünden erzählt, wie il Makkah. 1, 18 —16 von einem in Persien. Ja, dies(*]• so eigenthümliche Xebenumstand, dessen Wiederholung nicht nur nicht, nachweisbar, sondern auch nicht, wahrscheinlich ist, führt, geradezu auf den Gedanken, dass zwischen den beiden Mittheilungen irgend ein Yerhältniss' obwaltet, ilnn*n vielleicht ein und derselbe. Vorgang zu bnindr hegt, Hirn•־ für ist besonders Folgendes zu beachten.' Kim* genau♦‘. Untersuchung־ derjenigen Stellen der Apokryphen, die Vorgänge im syrischen und aegyptisehen Leiche beschreiben, lehrt, dass ihnen für dies(* zumeist nur kurzen Mittheilungen Polyhius als Quelh‘ diente M, mit dem die jüdischen Hellenisten sehr vertraut gewesen zu sein scheinen; und da ist es nun wahrscheinlich, dass auch für diese wenigen /eilen der allerdings nicht erhalten(.*׳!»♦*rieht des Polybius von den Tempel- Plünderungen des Königs Antioelms Epiphanes die Vorlage war. Andererseits bemerkt MadwigD zu dem Fragmente des Granius Lieinianus: ..Dieses Blatt entspricht dem, was Livius beim Jahre 17b hat, eine aus dem Polybios übersetzte Seliiiderung des Antioelms Epiphanes von Syrien und seiner Sonderbarkeiten. Die Uebersetzung aus dem Polybios scheint auch liier .durch: doch ist es wahrscheinlich, dass der Vorfasser dieser Bruchstücke diese Schilderung bis auf den Tod י) Siehe besonders III Makkab 1 — 7; Willrich, Juden und Griechen, Seite 38 : Abrahams in Jewish Quartcrlv Ileviow V. Seite 3f>3; Wellhauseu in Göttinger Gelehrten Anzeigen 1805, Seite 950 und Griium zu II Makkab. 8, 20 und sonst. Kleine philologische Schriften (1875). Seite 394. Vgl. Teutfel, Geschichte der römischen Litteratur, 5. Auiiage. Seite 901