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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 11 · p. Seite 483

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 11
Article
Das Sendschreiben der Jerusalemer an die Juden in Ägypten in II Makkab. 1,11-2,18
Date
1897-01-01
Page
Seite 483 (sequence 3)
Language
German
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Das Sendschreiben der Jcnisidcnier;in <1 io Juden in Aegypten. 483 kannten Thatsache, j.1 in <ler ganzen Darstellung des Ercignisscs grundverschieden berichtet haben soll. Die Einzelangaben des Erzählers enthalten erstens den in Persien gehrnuchlichcn, somit eigentlichen Namen der Göttin, in deren lieiligtbmu Antioehus eindraiig, während Polybius und Andere nur den, wie es scheint., entsprechenden griechischen der Artemis, beziehungsweise Aphrodite anführon, was an sieh tue die Genauigkeit unseres Verfassers in der Wiedergabe seiner (Quelle spricht. Ferner tlieilt er uns eine Eiuzelnlieit mit, welche die Ueberzeugung beibringen muss, dass die Vorlage, die er benützte, und von der er nieht abwieli, eine ausführliche war. Kr berichtetnämlich, dass Antioehus, um die Sehätze der Göttin Nanäa zu gewinnen, vergab, diese ehelichen zu wollen, um jene als Mitgift zu erhalten. Die Ausleger1) weisen auf zwei ähnliche. Fälle, hin, die überliefert werden״, Seneca (Suasor. 1) erzählt,!lass, als Antonius sieh als Dionysos gebordete und als soleher genannt zu werden wünschte, und die Athener, nachdem sie ihn als Dionysos hegriisst hatten, ihn aiillbrderten, ihre Minerva als Gattin heim- Zufuhren, er sieh hierzu bereit erklärte, wenn sie ihm 1000 Talente als Mitgift geben• Doeb hat dieses Vorfahren kaum etwas mit dem des Antioehus gemein: dagegen berichtet von diesem selbst ein nur unvollständig erhaltenes Fragment des (־iranius Lieiniauus genau dasselbe. Dieser sagt nämlich (ed. Teiibner ]). 0): ״Et sc simulabat Uiernpnli Dianam ducere uxorem et eetcris epulantilms ..... ahstulit in dotem excepto . . quem mmni omnium doae donorinn reli(p1itw. Ist cs auf (י rund dieser Parallele unzweifelhaft, «lass der Berichterstatter in II Makkab. 1, 13 - 10 volles Vertrauen beanspruchen darf, so kann seine Darstellung von dem Plünderungsversuche im rEe 1 n ן >e 1 der Nanäa nieht ohne Weiteres als werthloso Fälschung bezeichnet werden. Doch als was anders, da sie doch mit den zuverlässigen Belichten der Geschichtschreiber in Widerspruch stellt? Scholz-) hat die Vcrinuthung ausgesprochen, der Erzähler habe hier das Schicksal Antioehus des Grossen vor .Augen, der in Wirklichkeit bei der Plünderung eines 1 leiligtbums in Elymais getüdtet wurde, und dieser Annahme haben sieh unter Anderen Ilolfczmaiin, Rawlinsou und Zöckler ange- M «trimm y״u LI Makkal». 1, 14; lüevlinsnn in Waee, Apocryphu II, Seite 550; vgl. auch Hitzig, Gcschichto TI, Seite 405. י) Die tiüchor der Makkabäer, zur Ötello. 31»

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