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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 10 · p. Seite 462

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 10
Article
Zur Biographie Maimuni's
Date
1897-01-01
Page
Seite 462 (sequence 3)
Language
German
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Zur liiggraptiie Maim1mi\s. 4(>2 aus der man den Zorn gegen den über das Grab hinaus verhassten und übelberatenen Schadenstifter, unter dem aueh sein Vater wie die. ganze Gemeinschaft gelitten hatte, gleichsam noeh rauehen sieht1). Die Spaltung der Riten, die llngleichheit und Gegensätzlichkeit der jüdischen Bräuche innerhalb einer und derselben Gemeinde war Maimüni ein Stein des Anstosses. Die sog. Synagoge der Babylonier in Alt- Kairo dem einjährigen Gyclus, die der Palästinenser daselbst dem dreijährigen huldigen, jene bei dev Keduselui stehen, diese sitzen zu sehen, das erschien seinem nach Einheit und Einheitlichkeit im Gesetze und seiner Bethätigung wahrhaft durstenden Gemütbc als ein schwerer Missbrauch, dessen Abstellung ihm ernst am Herzen lag. Thatkräftig und entschlossen, wie er war, hatte er seinen Protest gegen diesen Unfug bereits erhoben, als ihn das Uebel der Uebel. der Erzbösewicht zum Schweigen verurtheilte. Diese Benennung, die zugleich scheinbar keine ist« muss noch in Abraham Mahiumis Tagen so durchsichtig und unzweifelhaft scharf bezeichnend gewesen sein, dass darunter nur Einer verstanden werden könnt(1, dessen Namen bei dieser Beschimpfung auf alle Lippen trat. Abraham Maimüni scheint aueh keine. Brandmarkung eigener Factur damit zu prägen, sondern nur einen Volkswitz, eine in bösen Tagen gemünzte Spottmarke zu wiederholen, wenn er שר אלאשראר statt des Namens des Antagonisten seines Vaters anwendet. Der jüdische Volksmund in Egypten wird unter Suttas Tyraimenregiment den Ehrentitel des Nagid שר השרים in das dem Schriftbilde nach fast gleiche, dem Sinne nach so schneidend entgegengesetzt('׳ שר אלאשראר verwandelt und so aus dem Fürsten der Fürsten das Uebel aller Uebel gemacht haben. Das aber ,wird kein Anderer als Sutta gewesen sein, dessen Unthaten so sehr in Aller Munde und Gedäohtniss lebten, dass Abraham bar Hillel kein Wort darüber verlieren zu sollen glaubt2). Nicht das Schwergewicht der Autorität Maimünis, noch auch das Ansehen der mit ihm sich vereinigenden Gelehrten Alt-Kairo’s, die seine Sache zu der ihren machten und, wie Abraham So ist offenbar statt: אואיל תקדמגא אידי richtig: אואיל אידי וזקדמגא, statt de.־־ sinnlosen רצחגא ימא דכרוגא vielleicht:'חרצנא למא דכדגא und statt: בין zu lesen: מן. Gohlberg’s Wiedergabe dieses Schlusses ist selbst innerhalb ihrer Freiheit verfehlt. *) Die bezeichnenden Worte lauten: וכאן אבא מאדי זצל עכר דיך ושר אלאשראר וגירה אקצי לדי אלסכזת וגירד. מן תלמידי חכמים * *ציה ויסתגית סן דיך ואין לאד •דם י> JQR. VIII, 547.

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