Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Septuaginta zu Hosea
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 453 (sequence 21)
- Language
- German
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I>ie Septuaginta zu llosea. 4M Schluchzen tust unterbrochenen Stimme eines Richters, der das Endurteil zu verkünden hat, lieht die Rede hier, V. 0, also an: .,Das hat dich zw (Jrnndo gerichtet. dass du mich, deine Hilfe —!־* So interpungirt Ewald, der mit feinem exegetischen Takt sieh hütet, das Prädikat unmittelhar hinzuzusetzen, was der Wirklichkeit, auch nicht entspräche, sondern nur den Uedai kenstrich setzt, der beredter als jedes Wort, das rhetorische Moment der Stelle ausdrückt. Es ist, als oh der Prophet nicht weiter könne, die Stimme versagt ihm. Hei der Fülle des Stoffs, die ihn bewert, heherrscht, hei der Ideenassociation, die!las eben hcrvorgestossene בי בי בעז'־ך in ihm geweckt, drängt sich, ehe noch der Satz vollendet, schon das andere, das wir V. 10 lesen, hervor: ,.Wo ist denn nun aber dein König;, dass er dir helfe V״ das ist’s, dass der trübere Satz unvollendet bleiben musste So ansprechend darum, so schlank zu lesen auch LXX a. d. St rr4 B׳,x׳>ü־q:5c לסז׳ ’Dpar,). tIz foforpv. ist, so sehr die L.A., auf die die Version zurückgeht, den Beifall aller Neueren, so weit ich sehen kann, wie* Oort, Düthe u. a. hat, die daraufhin übereinstimmend den M.T. in ׳בלליך ייבלאי‘ ני,י יעזי״ך ändern, es ist doeh einmal (Grundgesetz aller Textkritik, «lass die schwerere Lesart die grossere Wahrscheiuliehkeit für sieh hat, und hier um so mein•, als sie dem ästhetischen Charakter des Buches Hosen vollständig entspricht. Um dieses gar nicht so unbeträchtlichen Momentes willen, das nur allgemein auch bei diplomatischer Kritik, bei Festsetzung־ des Textes endlieh einmal beriiehsiehtigt werden sollte, (‘.rächt(* ich es für gewiss, so weit es in solchen Dingen Gewissheit giebt, dass uns in der niasor. L.A. ״בחלד י' 1י בי בעד״ד der wahre Text vorliegt. Das Ganze scheint eine Kemiuiseenz aus ■Deut B2, 5: '׳בלל לו "א בגי' מ, das in der Anwendung auf die Zeitverhältnisse Ilnsea's hier eine neue Beleuchtung erfährt. Uebrigens möchte ich nicht bezweifeln, dass auch in der hebr. Vorlagt‘ der LXX a. u. St. nichts anderes gestanden hat, indem nur zu bedenken ist, wie leicht einzelne Buchstaben, wie hier ב in בי, von den Verteilten haben falsch gelesen werden können, was, wie wir oben gesehen, theils au ihnen, theils au der Beschaffenheit der hebr. codd. zu Alexandrien gelegen. Und wie leicht konnte בי nach בי als Dittographie von ihnen angesehen werden, so dass eine Uebersetzung hierfür bei ihnen fehlt! 14, 9 אפלים מל לי עיר לעצבים. Die Uebersetzung, die Guthe bei Kautzsch hierfür mit leiser Aenderung — er