Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Septuaginta zu Hosea
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 452 (sequence 20)
- Language
- German
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I>i«' Septuaginta xu Hosr.i. 4f>2 der Ei invalid der grammatischen Schwierigkeit oder gar Unmöglichkeit der Form, den man ״:egen erhebt־, füllt weg, wenn man das Gesetz gelten lässt, dass aueh das Althebräische — denn fürs Xruhebräische steht es fest — bei gewissen Substantiven die abgestumpfte blasculiuform neben der vollerenFeminintbnn im Gebrauch gehabt habe, was Um Esra z. St. zutreffend mit 6 4h, lf> יצ״^ם belegt. blau liat also nur die Wahl, oh man einer etwas schwierigeren oder besser, selteneren grainin. Form bei bl.T. oder gar einer Unmöglichkeit. des Sinnes, zum blindesten einer der Prägnanz uml Knappheit eines Hosen schnurstraks zuwidcrlaufenden Tautologie des Ausdrucks bei LXX den Vorzug geben will. ln deilis. Cap. v. II findet Gut he die Schlussworte כי כי בעד־־ו, wie sic im masor. Text lauten, unübersetzbar, was sie auch sind, so lange sie schlechthin im grammatischen Sinn genommen werden. blau mag das Leichteste, wie PTN, suppliren, es fehlt eben das Prädikat, und das philologische Gewissen von heute beruhigt sieh nicht mehr bei hergebrachter Theorie .von allen möglichen und unmöglichen Ellipsen. Wäre unser Puch etwa ein historischer Essay, in welchem ruhige Darstellung vorwaltete, es-wäre das ein untrügliches Zeichen, dass hier ein Cnrruptel vorliegt. Aber 1 losen ist kein Essayist, kein Historiograph, sein Huch ist oratorischen Gepräges, die uns in ihm erhaltenen Heden sind nach dem Lehen — darüber kann bei einem aufmerksamen Leser kein Zweifel sein — aufbewahrt, als solche tragen sie aueh das Gepräge eines mit dem Affect ringenden, denn ihn überkommeiiden Schmerze auch in der < )effentliehkeit vor dem Volk(‘ nicht wehrenden Gottesrcdners. Was Cornili a. angef. O. von Jeremia ebenso schön wie wahr sagt: ..er steht nicht über, sondern unter dem Stoff, von der Gewalt des Schmerzes ist seine Hede auf Schritt und Tritt beeinflusst“, das gilt in viel höherem Grade noch von llosea. Die Gewalt des Schmerzes über seine Zeit und cMnes gewaltigen, tieferregenden Schmerzes, wie dessen vielleicht nur die Seele eines Mosea fällig gewesen, lässt ihn nicht überall zur Abrundung des Gedankens in Abrundung des Satzes, des Ausdrucks, gelangen, das kann man ja — und von Hieronymus an ist es so oft geschehen — abrupt, auch anacoluthisch nennen, nur in die Verkehrtheit eines Renan darf man nicht verfallen, das etwa auf Unvermögen, auf Ungelenkigkeit des — etwa stammelnden — Redners zurückführen zu wollen. Stossweise oder wie H. Ewald z. St. feinsinnig bemerkt, mit der schweren, von