Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Septuaginta zu Hosea
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 448 (sequence 16)
- Language
- German
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448 Die Septuaginta zu Honea. ist gar auf den wunderlichen Einfall gerathen, in der L.A. des masor. Textes die Hand eines jüngeren Correetors zu erblicken, dem das ursprüngliche קהתים על זרעותי als ein zu grosser Anthropomorphismus erschienen sei, diesem verdanke man di(* jetzige Toxtgestalt a. u. St., wobei nur nicht einzuschcn ist, dass es nicht der Prophet selber gewesen, der, abgesehen von dem eben beregten, tieferliegenden ästhetischen (icsichtspunkt, solchen Anthropomorphismus gescheut hätte. Brüll beruft sich auf Mechilta zu 11. M. 14, ID, wo unser(‘ Stelle mit der L.A. ז רע והי citirt wird. Aber Mcch. bat daneben aueh CT»p mit dem Sutf. d.;h lV1*s., was wiederum unvereinbar wäre. Und was wollen Citate in chm talmudischen Midraschim, die bekanntlicli niebts als Anlelmimg an das Bibel wort zu haggadisehen, homiletischen Zwecken sind und mein• als einmal ex menrnria gemacht sein dürften, mich Predigci’art, für Textkritik und exuete Wissenschaft beweisen? קהם aber, dieser Stein des Anstosses, ist dureluius die 1111■ form nicht, wofür es Guthe (in den textkrit. Erhäuterungen) hält, dass <‘s auf den Index zu setzen ■ wäre. Ich nehme es als ,‘h sing. perf. mit sutf. CT und als solches ist es hinlänglieh durch Ezech. 17, f> ,קח על מים ר bezeugt. Ewald a. a. O. freilich timlet die Person hier ungehörig, er vergisst nur, dass er selber in derselben Fussnote bei Gelegenheit, des voraufgellenden Y. 2 קראי לחה כן הלכו, zusaminengehnlten mit Y. 1. ואהבהו וכזנזצרי' קרא הי, diesen durch (las ganze Uapitcl gehenden Wechsel der 1. und;1. Pe.rson in der Weise, erklärt hat, dass mit Absieht unbestimmte Redeweise gewühlt worden, in dem Gott und die Propheten gleichzeitig gemeint seien. Gerade die Symmetrie des Ganzen verlangt die b. Person קה auch hier, in V. b. Dort und Guthe gehen in umgekehrter Richtung vor; sie ändern bereits oben V. 2 und lesen dafür: Cu כקראי , . כן הלכי מפני, womit natürlich jeder Wechsel der Person, aber auch di(‘, Lebendigkeit der Rede, ein Grundgesetz bei llosea und den Propheten überhaupt, aufgehoben wjird. Der Lebendigkeit dev Prophetenrede entspricht es vorher, V. 2, dass von Gott zu den Propheten, und gleicher Weise aueh hier von תרגלתי als dem Gnadenakt Gottes zur Beihilfe der Propheten, etwa Mose’s in Cup übergesprungen wird, so dass der Gedanke der ist: ״er (etwa Mose) nahm Ephr. an seinen — Ephraim’s — Armen“, als Werkzeug des E. geben lehrenden Gottes. Lässt man dieses ästhetische Gesetz der Lebendigkeit der Rede — und es ist zwingend für ein Buch wie llosea — auch für die Textkritik