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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 10 · p. Seite 438

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 10
Article
Die Septuaginta zu Hosea
Date
1897-01-01
Page
Seite 438 (sequence 6)
Language
German
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438 I>ie Septuaginta zu Hosea. aber markige Stricke eines durch grandiose Sprache glanzenden 1 )iehter-Propheten, (‘in Wort mehr, und es hätte nur ahschwächend wirken können; dann ah(‘r auch wird es zu den Unmöglichkeiten gehören, wir (‘s heute noch fJutho hoi Kautzsch timt, zu Ilos. 8, 18, unserem Propheten 1‘ino Ioo.ro Wiederholung von 8, 8 ״und sich in Assyrien von unreinen Speisen nähren“ unterzuseliiehen, lediglich auf (Jrund der LXX, (,in Zusatz, dessen Lnächtheit, abgesehen von dem angesehenen ästhetischen (Josiclitspunkt, dass für behäbiges, miissiges Siclnviederholen hei H0S(ka durchaus kein Kaum ist, auch noch von anderer Seite erkannt wird. Es ist von Z. Frankel s Vorst, u. ,,Leber d. Einfluss״ u. ö. her sattsam bekannt, dass die LXX oder auch ihre 1 )iaskeuasten das Hestechen haben, di(‘ Verse zu verähnlichen. Für liosca ist ein eelatantes Beispiel noch XIII, 4. Auf den ersten Blick wird der Zusatz wie auch an unserer Stolle 8, 18 als Be־ streben, di(* Vers(* zu verähnlichen und nichts weiter erkannt. Z. Frankel, Loher den Hinil , § 82, sagt ganz richtig: Es bedarf keiner Erinnerung, dass von derartigen parallelisirten Stellen nicht auf eine abweichende Lesart geschlossen werden kann. Wir sind damit wie von seihst auf die Eigentümlichkeiten der griech. Lohersetzung geführt, die hei dom Uobersctzor llosea's theils die allgemein bei den LXX beobachteten, tlieils aber auch besondere sind. Und gerade diese besondere]! Eigontümliehkoiten der griech. Lobersetzung llosea’s scheinen mi r der Angelpunkt in der Lösung der Frag(*, hetr. das Verhältnis« von LXX .und M. T., bzw. was den Vorzug von beidem vordient. Wenn es im Allgemeinen richtig ist, was Wellhausen (Bleek-Wellhausen Einl ins alte Testament p. 078) als (irtindsatz aufstellt: «Kür den wissenschaftlichen Zweck, zu dem LXX dient, nämlich zur Reconstruction der hehr. Vorlage ist 08 am erwünschtesten, wenn die Lebersetzung so mechanisch nmi unbeholfen wie möglich ist, — und an Unbeholfenhoit lässt die Lebersetzung speciell zu liosca nichts zu wünschen übrig — so ist doch, ehe auch nur der Versuch gemacht wird, die LXX zur Controllo und weiter zur Berichtigung des M.T. horanzuziehen, Pie Vorfrage zu entscheiden, aus welcher Quelle die Unbeholfenhe.it bei den LXX stammt. Ein Anderes ist’s, ob die Abweichungen der LXX nothwendig auf abweichende L. A. ihrer hehr. Vorlage oder vielmehr auf Unkenntniss oder doch höchst mangelhafte Kenntniss des Hebräischen überhaupt zurückgehen. So minituös die Untersuchung ist, das ist die Arbeit, die vorher gethan sein

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