Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Septuaginta zu Hosea
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 436 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829696-2829707-2880786--27952-2880803- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Hie Septuaginta zu Hu>ea. 436 Xeh. Brüll — so <rut wir ^arnicht berücksichtigt worden. Der alt»,* Ewald, dessen Verdienst♦• um wissenschaftliche Exeo־eM* nicht hm.־h pum;,׳■ angeschlagen werden können. hat da einen verdienstlichen Aufan־״;:emacht. Man hat aber einen ^־an^hanui \\ e^׳•. den dieser «* יו«'»tl’n **1 hat, wieder verlassen, ich woiss nicht, ob /um Heile der Wissenschaft St» ah als die wissenschaftliche E\e־״e>e, ist die Klaire über di♦* Dunkelheit iin Propheten Hosea : eines aber ist evident, und es hat nur der beredten Sprach•‘ eines ('0111־ i!I « ..der israel. Prophetismus׳*) bedurft, das liber/eu^rend ausziisprechen , was längst Jeder, der sieli ernstlich u 1 it ilosea beschäftigt, p*• fühlt, dass die Reden im Buche Hosea Ergüsse eines tiefbewerten, selui!erzzerri ssen e n Iler/ens sind angesichts der trostlosen Zustande der Zeit, di♦• in geradezu ״:randiöser Sprach•• darin sich wiederspiee-eln End wenn es auch bei Kautzsch (״die Heilige Schrift des alten Testaments** S. 1(>2) im neuesten Abriss der Geschichte des alttesta1m*ntl. Schrift־ thums von •unserem!,rophetei! heisst: S1» schwankt seine Rede zwischen Furcht und Hotfnim^. Anklage und Trost bin und her, ohne streng. (iedankenfol^c, oft mehr ♦־in Schluchzen als ein Reden״, so hätte nur die Fonsetpi♦־!!/ dieses rednerischen Atfects bei der ]»carbciwne• ׳ des Buches Ilosea i!1 de!־ bei Kautzsch von Prof. Guthe ׳);״•>(‘lK‘m־n F» : ־־־ ׳ setzun^־ und begleitenden 'Foxtki'itik \vcnh11׳ so..-:.. Ich möchte, einmal bei Würdigung■ der Arbeit Guthe’s, ♦ w- Beitrags, den er zur 1 losea-Forsclnin^ o’eliefcrt, stehen♦!, nicht missverstanden werden. Ich habe ausdrücklich anzu- ♦ •!•keimen, dass im Febrilen seine vom ]!liehe Ilosea •'eichene Fcbersetzun# sich mit wahrem Entzücken liest; wie sie von liebevoller, verstäiidnissinni^cr Versenkung in di♦‘ Seele, Sprache und Diction dieses Propheten ein^r^vben ist, weiss sie gleiche Saiten aueli beim Leser auzustimmcn, die ticte Bowe^mi# aueli beim Leser hervorzurufen: sie stellt, philologisch,!•ach (lern Stand der Bibelwissensehnit, wie ästhetisch, nach der Diction unendlich höher als die Arbeiten aller seiner Vor^än^er, christl. wie jüdischer Fcbersetzer. Was (la״x‘״vn E. Renan in seiner Gesell, d. Volkes Israel vom Stil IIosca\s schreibt, es sei die Sprache eines heftigen Hauern, dem die Gesetze des Wohlklan^s unbekannt seien, <b*r vor keiner Trivialität zurückschreeke, seihst Kalauer nicht scheue, ist ein so sein* an der OhrrHäche haftendes Frtheil, dass es ernster Widerlegung nicht erst bedarf, oder man müsste ein solches Uvtheil selbst für einen Kalauer nehmen, den inan dem um Gottes