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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 10 · p. Seite 434

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 10
Article
Die Septuaginta zu Hosea
Date
1897-01-01
Page
Seite 434 (sequence 2)
Language
German
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Dio Septuaginta zu 11080a. 434 Buchstaben für einander suppouirte, um mir dom Texte einen Sinn zu entlocken, ע für ו יא für י, so dass ihm unter der Hand עם für זבחו ,אם für לכהי erwuchs und vieles dgl. mein•, ein Verfahren, das täglich noch hei Anfangs-Uebersctzern beobachtet wird, und LXX ist nichts anderes als, um mit Bleck-Wellhausen zu reden, ein erster exeg. Versuch. Mau spricht, heutzutage zu viel von Septuaginta-Text, zu wenig von LXX als Lebersetzung. Ein paar .Beispiele hierzu aus Ilosea, dem Buche, dem seit Jahren meine Studien zugewendet sind: Zu a) 13, 2 [J.oa/ot yap \r/Ckz>fÄ~w.71 gegenüber dem!MT;עגלים ישקו. Die, räthselhaftc Lebersetzung erklärt sieb einfaeh aus der Verschiedenheit der Text-Auffassung gegen Neuere. Verteilt sah, wie das yap, das er hinzugefügt, beweist, in dem Schlussglied des Verses tune Begründung des Früheren, und so konnte‘ er, so gut auch ihm;עגלים ישקו und nichts anderes Vorgelegen haben mag, ישקון nicht anders als wie er es ausgedrückt, im Sinne des zyXz\o\.~olg\ verstellen, wobei es wenig von Belang ist, wie er sieh die Abstammung des Wortes philologiseh zurechtgclogt hat. -Zu e) 5, 2 den M.T. ושחטה שטים העיזיקי geben LXX wieder mit 6 (seil,?hxt’jov) 01 aypeüovTsc tt;v &־y;pav y.aTs77rgav, was zurüekiibersetzt etwa lautete: טהיה צדים העמידו". liier hat auch die kritische Sclmh?, soweit ich sehen kann, nicht den Versuch gemacht, Capital daraus für Reeoustruirung oder Emendirung des M.T. zu sehlagen. Man sieht: es ist nichts als exegetisches Unvermögen, das zu so abweichender Lebersetzung bei der LXX geführt hat; nicht dass Verteilt irgend wie anders gelesen hätte, er griff nur, um seiner Wirläge überhaupt einen Sinn abzugewinnen, zu Interpretationsmittein, wie sie seinem wissenschaftlichen Standpunkt oder besser dem seiner Zeit gemäss waren, suppouirte י für צ ,ט für ש u. s. w, in Gedanken, wobei immerhin mangelhafte Schreibung in den hejbr eodd. also Fall a) unserer Annahmen mitgespielt haben mag. Ist nun aber andererseits die Möglichkeit abweichender hebr. Vorlage bei den LXX nicht ausgeschlossen, so erhobt sich die Frage vor uns: Welches •sind die Kriterien, wonach in zweifelhaften Fällen zu entscheiden wäre, 013 hinter abweichender Uebersetzung dev LXX blosse Verschiedenheit der Textauffassung, nichts als subjectives Meinen, ein Suchen und Tasten nach dem Sinn, oder ein Substanzielles, eine wirkliche vom masor. Text abweichende L.A. steckt? Be-

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