Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Die Septuaginta zu Hosea
- Date
- 1897-01-01
- Page
- 433 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Septuaginta zu Hosea1), auf ihren Wert!» 11 ml ihre Berechtigung zur U011trolle des masoretischen Textes geprüft von Dr. Loop. Treitel in Laupheim. Seitdem de Lagarde in den* 1 »ibelwissensohaft den iiir die Septiiagintaforschung richtigen Grundsatz ausgestellt■ hat, es ׳״e höre I>ei den zahlreichen I )ifferenzen zwischen LXX und ALT. die Fähigkeit dazu, d1*n griechischen Text auf sein hebräisches, oder wie de I/. sieh ausdriiekt, auf sein semitisehes Original zuriiekzuiuhren , ist es in der kritischen Sehult‘, die freilieh etwas früher, etwa mit dt‘ Wette anfängt, fast Axiom geworden, dass die den griech. IJebersetzern vorgelegenen hehr. eodd. wirklieh auch all di(' Lesarten gehabt hatten, auf die der vom ALT. abweichende Septuaginta-Text sich meist unschwer zuriiekfiihren lässt. Zahlreiche Fängritfe in den masorcthischen Text, die seitdem die kritisehe Sehnle gemacht hat, haben dieses Axiom stillschweigend zur Vor־ aussetzung. Bewiesen aher ist dasselbe, wenigstens in der Al lg. Mneinheit, in dt'1• cs heute gilt, dureli nichts. An sieh ist, wenn einfach zuriickgeseldossen werden soll, von der!Jehersetzung auf den Urtext, auch ein anderer Rückschluss möglich. Es ist die Annahme möglich: n) dass blosse Verschiedenheit der Text a u ffass u ng hei sonst übereinstimmendem Grundtext. vorliegt, b) dass der Alexandriner sieh im Lesen des hehr. Textes geirrt, theils aus Flüchtigkeit, theils und besonders wohl darum, weil die hehr. codd. der alexandrinischen Uebersetzer es an Schärfe und Ausgeprägtheit der Buchstnheneharaktere in der Schrift werden haben fehlen lassen, dass insbesondere ähnlicdie Buchstaben nicht deutlich geschrieben waren, so dass der Verteilt beim Lesen gar leicht, ר und ב ,ר und I, aber auch כ und?י, wie 3י und כזי verwechseln konnte, worauf längst Z Frankel (Vorst. § 37 u. Heber d. EinHuss § 17) aufmerksam gemacht hat; dafür sind sichere Indicicn da. c) dass der Verteilt aus exegetischem Unvermögen, in der Kathiosigkeit des Uehersetzers, in (jedanken ähnliche *) Zugleich Fortsetzung meiiies : ״Die alexamlrinische Uobersetzung des Buches Hosea*4, Heft 1, ersch. 1887. Monatsschrift. 41. Jahrgang. 28