Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Messiaszeit und zukünftige Welt
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 408 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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408 Mossiaszeit und zukünftige Welt. durch die Auferstehung־ sich auch gewandelt haben mag, doch nun einmal da sein, so kann es denn doch noch nicht ganz die von den Propheten geweissagte ,.neue Erde*־' sein, aut der er (der Messias) lebt und herrscht. Folglich kann diese Herrschaft und dieses Reich auch nicht für die Ewigkeit sein oder in die Ewigkeit übergehen; sondern es muss, wie alles Irdische und wie die Erde selbst, einmal auch vergehen und (,in Ende haben. Ja es ist auch die (jefahr nicht aus־ geschlossen, dass gerade der überreich strömende Segen dieser glücklichen Zeit es ist. der die Theilnehmcr wieder schlecht macht und ihr so nothwemlig ein Ende und zwar möglicherweise sogar ein frühes Ende bereiten muss 1). Jene ,.neue Erd(*’4 und jener ,,neue Himmel'־ aber, in ihrer Fülle und Vollendung, die kommen erst dann, wenn das Messiasreich, von seinem Schicksale ereilt, einmal erst zu Ende gegangen, vorübergegangen ist — oder, und das besagt eben der Ausspruch Joch an ans, ״alle Propheten haben lediglich von der Messiaszeit prophezeiet, die zukünftige Welt jedoch, kein Auge hat sie je geschaut.4־ Damit ist die Trennung schliesslich eine definitive und vollendete. Es erübrigte nur noch, um die Kluft zu einer noch tieferen und breiteren zu machen, dass die Messiaszeit ganz und gar ihres transeendenten Charakters entkleidet würde. Das hat denn mm auch Samuel gethau — und zwar, wie eine genauere Erwägung seines Satzes am richtigen Orte ergibt, nicht so sehr, weil er der nüchterne Denker war, als der er hingestellt wird 2), als vielmehr, weil er auch für die Messiaszeit alle Bedingungen einer vollen, buchstäblichen Erfüllung des Gesetzes gewahrt wissen wollte3). Käme ja 0 S. oben iS, 402, Anm. 2. 'J t Graetz a. «1. O. 8. 280: Samuel war eine nüchterne, normal gebildete Persönlichkeit, fern von Schwärmerei undUebersehwenglichkeit“—, hauptsächlich im Hinhlick auf unseren Satz. Vorgl. Bacher, Aga du. d. hab. Amoräer, 8.87 — 45. wo Vieles allerdings dafür, Manches aber auch dagegen spricht, 80 z. 13. die Krzi'ihlung von dem ״Scorpion auf dem Rücken eines Frosches*• (Nedar. 41 a), die Neigung für ,,Himmelsstimmen־' (Sota 18 b, Sabb. 14 b, Erub. 21 b und oft). 3I S. die St. Said), 101b: ותניא ר' שמעון בן איעזר או' ... והגיעו ש;'׳ אשר תאמר אין לי בהם חפץ איו ימות המשיח שאין בהם יא זבות ולא חובה ופייגא דשמואי דא׳ שמואל אין בין העור,"ז לימות המשיח אלא שיעבוד מלביות בלבד שגא׳ בי יא יחד* אביון וגו׳, welche wir wohl als Hauptstelle ansoheu dürfen. — Vgl. noch Ahod. zar. 81► Samuels Satz (von der absoluten Unerlässliehkeit den Gesetzes und seines Studiumמה דגים שבים כיון שעולין ליבשה מיד הן מתים אף בגי אדם ביון :!»׳ שפזדשי' מדברי תו׳ ומן המצות מיד מתים.