Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Messiaszeit und zukünftige Welt
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 399 (sequence 8)
- Language
- German
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Messiaszcit. und zukünftige Welt. gelehrten־״ — Damit wäre nun unsere obige, Frage, zum Theil allerdings Ix,antwortet. Aber doch wieder nur zum Theil — wie denn überhaupt auch naeh dieser Auseinandersetzung Schürers für das ganze Problem noch so mancher unaufgelöste Rest übrig bleibt. Man lese doch nur die folgenden Sätze Scliiirer's: ״Ebenso (wie das vollkommen herrliche neue Jerusalem) befindet sich aber dort in der Gemeinschalt Gottes bereits auch der von Gott seit Ewigkeit erwählte vollkommene König Israels, der Messias — alles Gute und Vollkommene kann eben nur von oben herabkommen, weil alles Irdische in seinem gegenwärtigen Zustande das reine Widerspiel des Göttlichen ist —; zuletzt greift darum die Zukunftshofinung überhaupt über das irdisch(‘ Dasein hinaus; auch nicht in dem Reich der 1 lerrlielikeit auf der erneuerten Erde wird das letzte Heil gefunden, sondern in einem absoluten Verklärungszustand im Himmel*• — und erwäge, ob damit, mit diesem zul etzt nämlich, nicht so Etwas wie ein Sprung geschiehtV ln der Thal, ist der Messias mm einmal der präexistente, vom Himmel herahgekommene vollkommene König IsratTs, so kann man sich sein!{eich mitsummt dem gleichfalls vom Himmel herabgokommenrn neuen herrlichen Jerusalem (loch nicht gut wieder als ein Verderbliebes um! vergängliches denken, so konnte man ihn seihst doch nicht wieder sterben lassen, wie (las vierte Ruch Esra z. R. doch ausdrücklich thut. M Zudem müssen wir immer und immer wiederdas eminent Un sc 111• i f tg e m ä s s e nicht bloss dieser letzteren Wendung, sondern überhaupt einer jeden solchen Sonderung zwischen ״messinnischer Zeit״ und ״zukünftiger Welt״ betonen, gemäss welcher der ersteren nur eine begrenzte Dauer zukommen soll. < >b man sieh dem gegenüber bei dem blossen Hinweis auf das immer kräftiger sich entwickelnde persönliche Heilsbedürfniss, im Verein mit der erhöhten Produktivität der haggadischcn Speculation heruhigen kann? Wir glauben kaum. Sondern es müssen auch weiterhin die einzelnen Phasen dieser Entwicklung, also allenfalls auch diejenigen historischen Momente und Vor- Aussetzungen ermittelt werden, welche beiden Faetoren eine solche, immer mehr iids Transzendente gehende Richtung ף Et post haoe xnorietur puor meus Messias et omnes, <!ui spira״ moutum habent, homines. Un«l was darauf folgt, das ist noch nicht gleich der ,,absolute Verklärungszustand im Himmel“, sondern erst, die Auferstehung zum Weltgericht. Et convertetur mundus in antiquunj staturn, in (]110־ silebat. diobus septom, sicut prius, et nemo residuus erit, Et post dies septem excitabitur etc. (C. V1L, 30 ff.).