Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Messiaszeit und zukünftige Welt
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 396 (sequence 5)
- Language
- German
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396 und /. ׳.bin füge Welt. Dauer — mit den Kämpfen gegen Go^ und Darauf folgt ♦*rst. nach vorhergegangener ’'zweiter) Auferstehung und nach dein dazu gehörigen "Weltgericht, di•* Erneuerung de-• Himmels und der Erde, also das Reich der Ewigkeit und des Jenseits, die eigentliche .zukünftige Welt“. Ab!*r. s*׳ sagt W *um Schlüsse, «die Schilderungen des m^sianischen Zeitalter.- und der zukünftigen Welt, des Diesseits und d»*s Jenseits, ebenso wie die Begnn'1 Beider. üb»*rrii!*ssei1 in einander**. In der That kann man nicht umhin. di׳*«!* Bemerkung zu machen. Es liegt ja auch schon in der Natur der Sache, dass di!‘ Merkmale des einen Begriff•*« auf d!*n anderen leicht übertragen, dass di!‘ Vor- Stellungen vom Messiasreich♦* mit denen von der .zukünftigen Welt“, und umgekehrt, vermengt werden konnten, so dass vor! einer ganz reinlich durchgeführten Scheidung beider Eerioden und Begriffe in unseren (Quellen schon darum nicht die Rede .«♦״in kann. Aber ein Ansatz dazu, und zwar — gegenüber der früheren Identification — ein recht starker Ansatz, ist doch nun!*inmal gemacht worden. Gewiss, der Samuersche Satz von der absoluten Diesseitigfceit der messianischen Zeit steht fast isoliert da: aber er ist doch nun einmal vorhanden und besitzt, wie W. sagt, .prineipielle Bedeutung1־־). Und nur relativ weniger prineipielle Bedeutung nach derselben Seite hin. besitzt ja auch der Satz Jochanans. wie oben, G«*iger gegenüber, schon dargelegt werden musste. Somit durften und dürfen die verschiedenartig lautenden und verschiedenen Zeiten ungehörigen Belegstellen denn doch nicht so in einander gewürfelt werden, wie es bei Weber zuweilen ״(*schiebt. Und es wäre vielleicht auch mit seine Aufgabe gewesen, uns irgend eine Entwicklung, irgend etwas wie eine Herleitung oder Erklärung dieser ״dogmatischen Begriffs Wandlung“, wie G. mit vollem Rechte sagt, zu geben, wovon sich bei ihin jedoch kaum eine Spur findet. Dagegen lesen wir bei Schürer (Gesell, d. jiid. Volkes etc. II, S. 407 f.) was folgt: ״Mit dieser Hoffnung auf ein Reich der Herrlichkeit in Palästina schliesst bei Vielen die eschatologische Erwartung ab, indem seine Dauer als eine unendliche gedacht ist. Wie die alttestamentlicke Weissagung dem Volke Israel verheisst, dass es ewiglich sein Land *) A. a. 0. 8. 380. Dass mit ihn! immerhin auch gerechnet wurde, ersieht man aus Saah. 91b; Peaach. 68 a: ר' חהדא רפי etc.