Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 41 (1896-1897)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Assyriologische Studien
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 391 (sequence 7)
- Language
- German
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AHsyriologische Stadion II. 391 und Verstümmlungen der Gefangenen, die in behaglicher Breit(*, und Ausführlichkeit auf Denkmälern beschrieben und bildlieh dargestellt werden. Bei der dctailirten Beschreibung ausgesuchtester Folterqualen verweilen die königlichen Tafeln mit besonderer Vorliebe. ln zweiter Linie ab<*r spielt liier der Prophet auf den merkwürdigen Luxus ״der mit Löwenzüchtung besonders am Hofe Asurbanijiuls getrieben wurde, der in seinen Huf- und Thiergärten zur Abhaltung grossartiger .Jagden Löwen hielt; die Jagden waren Hoffeste i 111 grossen Style und fanden in der unmittelbaren Nähe der königlichen Residenzen statt44. ״Man kann sieh vorstellen, wie sei)wer di(* Bauern in der Nachbarschaft dieser Jagdgehege geschädigt, wurden, nicht nur durch die Jagden selbst, sondern noch mehr durch das edle Wild. Daher in den letzten Zeiten des Reiches, als sich, wie alle Hoffeste, auch die Hofjagden nur noch in unmittelbarer Nähe von Niniveh ahspielen konnten, der jammernde. Nothsehrei der ״misera plrbs44, welchem Xahum II, 12 u 13 Ausdruck giebt.44 {Billerbeek.). Die Jagdinsehrilten Asurbanipals mit den dazu gehörigen Reliefs geben eine treffliche Schilderung dieser Belustigungen der ass. Könige. Ein unveröffentliehtes Inschriftenfragment (vgl. Herzog Realem*., Art. Niniveh) berichtet: ״Die Löwenbrut gedieh in den Widdern und wurde ohne Zahl mächtig. Durch die Beute von Rindern und Kleinvieh wurden sie rasend, die Thiere des Feldes immerfort umbringend; es trauern die menschlichen Niedenmgen bei Tag und Nacht 44 Delitzsch weist zu dieser Stelle auf die mehrfach genannten Verse II, 12. 13 bin. Auch in dem Verse III, 17 bekundet unser Rrophet Vertrautbeit mit assyrischen Verhältnissen; er erwähnt die assyrischen Tafelsehreiber (.טפסר ” dup-sar), welche eine gross(* Rolle im Leben der assyrischen Könige spielten; die Tafelsehreibkunst, Nahes Weisheit, wird auf das höchste gepriesen, als Ursprung aller Künste. Was unter מנזר zu verstehen ist, kann noch immer nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Trotz aller Bedenken halte ich meine seit Jahren gehegte Ansicht aufrecht, dass eine Verstümmelung des assyrischen massaru vorliege, was Wächter bedeutet (Jeremias bezweifelt neuerdings die Zusammenstellung); massaru bäbi ist der Thürwächter, masar nmsi ikalli ist der Nacht-Palast-Wächter. Nahum spricht