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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1897-01-01 · Heft 9 · p. Seite 392

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
41 (1896-1897)
Issue
Heft 9
Article
Assyriologische Studien
Date
1897-01-01
Page
Seite 392 (sequence 8)
Language
German
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392 MoHHiuazoit uml zukünftige Welt. (1. 0.) von der grossen Masse der Hofwürdentriiger und Beamten, die so viele seien, wie die Heuschrecken. Der mächtige Schluss der Prophetie lautet: ,,Es schlafen Deine Hirten, König von Assur, es liegen da Deine Philen; Dein Volk ist zerstreut in den Bergen und niemand sammelt; keine Heilung giebt es für Deine Verwundung, denn sie ist tödtlich; alle die von Dir hören, klatschen in die Hände über Dich - denn über wen wäre Deine Bosheit nicht bestän dig ergangen! Das furchtbar»‘ Ende der gewaltigsten Stadt des Orients ist hier in wenigen, markigem Worten gezeichnet. Kieht die Tapferkeit der Belagerer allein entschied das Schiksal dieser Metropole. Wir wissen nicht bestimmt, wie die letzten Streiche geführt wurden. Einig ist die üeberlieierung darin, dass höhere Gewalten eingriffen, Wasserfluth und Feuerbrand. Niniveh verschwand und mit ihm der Schauplatz unvergleichlichen Glanzes und hundertjähriger beherrschender Grösse, die herrlichste Stadt der damaligen Welt. Dem Propheten Nahum aber verdanken wir ein merkwürdiges Denkmal der erschütternden Vorgänge, die um und in Niniveh sieh abgespielt haben. Dogmengeschichtliche Studie Rabb. Dr. M. Löwy in Temesvdr. Abr. Geiger (jüd. Ztsehft. III, S. 159f., IV. S. 124f.) hat bereits michgcwiesen, dass die Vorstellungen von den letzten Dingen, wie dieselben sich in der traditionellen Litteratur wiederspiegeln, nicht stets die gleichen waren, sondern dass sie sich vielmehr in der t ul mu dis eben Zeit — wie G. meinte - wesentlich geändert haben. Während nämlich ursprünglich die ״zukünftige44 oder ״kommende Welt44 (עולם הבא) noch ganz identisch war mit den ״Tagen des Messias44 (ימות המשיח) und mit der Zeit der Auferstehung der Tod teil, und diese Ansicht auch noch von der Mischna aufrecht erhalten wird (vgl. Lesest, aus der M., S. 41 ff.J), wurde später •) Anknüpfend an M. Sanh. X, 1—3. Geiger überblickt hier fast sämmtliche Stellen der M., in denen von der ״kommenden Welt“ ge-

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